Band 
Erster Theil von A - G.
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128
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128 Böhmer.

Unterricht, wie man nach rechter Proportion, Maas und Aus—tbeilung des Zirkels das Zeichnen und Malen erlernen muͤſſe.Dieſe Schrifft kam erſt nach ſeinem Tod 1552 zu Frankf. amMayn heraus, und iſt ſodann oͤfſter aufgelegt worden.

Seine Kupfer-Werke betreffend eitirt Herr Doppelmayr den

Herrn von Sandrart in der deutſchen Academie ꝛc. ö

Boͤhmer(Georg Wilbelm) treu verdient geweſenerPrediger bey St. Jacob in Nuͤrnberg, kam daſelbſt an das Ta—-es⸗Licht den Aug. 1546. Sein Vatter war Herr JohannJacob, der von 15361655 gemeiner Stadt ordentlicher Advo-cat war. Er beſuchte zuerſt die Sebalder Schule, dann dasGymnaſium, ferner die Lectiones der Hrn. Profeſſoren in Nürn-berg/ und begab ſich darauf den 1 May 1665 nach Altdorf.Hieſelbſt hoͤrte er die Philoſophen und Theologen, uͤbte ſich viel—faltig im opponiren und reſpondiren, und hielte auch noch vorſeinem Abſchied eine diſp. theol. Anti Socinianam unter dem Hrn.Prof. Duͤrren. 1667 gieng er nach Jena, um ſeine Studia fort-zuſetzen, ſahe noch ein und andere Univerſitaͤten, und kam 1670zu Ende des Sept. nach Hauſe. Kaum hatte er in dem Cirkelder Candidaten zweymal geprediget, ſo wurde er 1671 Pfarrer inRaſch und Vicarius zu Altdorf, 1677 aber kam er in die Stadtals Diac. zu St. Egidien, 1683 wurde er Diac. bey St. Lau-renzen, und endlich 1685 Antiſtes der Kirche zu St. Jacob.Nachdem er 40 Jahre Gott und der Kirche rechtſchaffen gedie-net, traf ihn 110 am letzten Sonntag des Kirchen-Jabres aufder Kanzel der Schlag, da er eben die Worte Eliaͤ wiederholte:Es iſt genug, ſo nimm nun, HErr, meine Seele von mir; uͤberwelche Worte ihm auch die Leichpredigt von Hrn. G. P. Moͤrlgehalten worden iſt. Er ſtarb aber den 25 Nov. beſagten Jah-res. Er hatte eine Tochter Herrn D. Joh. Gabr. Wurfbains,Advoc. Ord. mit Namen Juliana Margaretha zur Ehe, undhinterlies unter andern eine Tochter, Maria Jacobina, welcheHr. M. Jac. Andr. Dieterich, der als Pfarrer in Moͤgeldorfverſtorben), geheyrathet hat. Gedruckt iſt von ihm worden:

Leich-