Band 
Erster Theil von A - G.
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132
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132 Boͤſchenſtein.

ben. Wo er weiter hingekommen, und ob er ein Prieſter, oder

ein Jude worden, weil er in einem Ebr. Brief 7778 d. i. ein

Prieſter, genennt wird, weis man nicht, ſo viel aber iſt gewiß,

daß es ihme wegen ſeiner beſondern Auffuhrung gar wunderlich er-

angen, und er auch zuletzt als ein Privatus etliche 0 Jahr ait geſtor-

en ſeye. Von ſeinen Umſtanden koͤnnen wir ihn noch ſeibſten reden

laſſen in einer Dedication an Siegm. Grymm, Med. Doct. an wel-chen er ſchreibt: quum menſa tua me ſaepius dignatus ſis, aere etiamme nonnunquam iuueris ete. Sebaſt. Muͤnſter ſagt von ihm: quileuato multo aere a diſcipulis nihil docuit, und zaͤhlt ihn unter diegetauften Juden.(Siehe Wolf. bibl. ebr. T. IV. p. 257. 840. woes heiſt, daß er beym Muͤnſter durch einen Druckfehler Auchſenſteingenennt wird.) Übrigens meldet noch Maius in uita KReuchlini p.439%, daß Boͤſchenſtein dem Reuchlin zur Ebr. Accentuation be-huͤlflich geweſen, mit dieſen Worten: diatonicum autem modu—lamen ſibi attuliſſe Boſſoſthenium ſacerdotem fatetur, worausfaſt ſollte geſchloſſen werden, daß Boͤſchenſtein ſchon vor! 18 einPrieſter geweſen, indem Reuchlins Accentuation 1518 im Febr.herausgekommen iſt. Von ſeinen Schuͤlern koͤnnen wir vor andernanfuͤhren: Johann Eck, Caſp. Amman und die Caͤſare vonForchheim, Vatter und Sohn, Eberhard und Bartholomaͤus,von welchem letzten, dem Bartholomaͤus, Boͤſchenſtein in oban-gefuͤhrter Dedication an den Reuchlin ſagt: puduit illum fortafſisſcriptis ſuis nomen meum inſerere. Seine Schrifften, die allerar, und einige hoͤchſt ſelten ſind, koͤnnen aus folgendem Ver-zeichniſſe erſehen werden:

Contenta in hoc libello nuper à Ioh. Boeſchenſtein Eſslingenſi e-dita. Elementale introductorium in hebraeas literas, teutoniceet hebraice Jegendas. Decem praecepta, Ex. XX. Oratiodominica, Matth. VI. Luc. XI. Salutatio angelica, Luc. I.Symbolum Apoſtolorum. Canticum Mariae, I. uc. I. Can-ticum Simeonis, Luc. II. An. Veni Sancte. An. Salue Re-gina. Canticum Zachariae, Luc. J. Auguſt. Vind. 1514. 4.Hier iſt die Dedication an Reuchlin befindlich.

Zwo Lieder, von den ſyben Worten J. C. und von den zehen Ge-boten GOttes aus der Bibel gezogen, durch Joh. Böſchan.

ſtein.