Band 
Erster Theil von A - G.
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—.—́WvYMAVIm letzten Jahr bekam er auf ſeine Lebenszeit die Verwalenng der.Nena des Kloſters Reichenbach in der Obern-Pfalz. Nachverſchiedenen Staats- Verrichtungen und wichtigen Verſchickun-en folgte er 1619 auf Befehl ſeines Churfuͤrſten demſelben in.Boͤhmen nach, und ward 1520 der Fuͤrſten und Staͤnde in Schle—ſien Kanzler, auch unter die Staͤnde des Koͤnigreichs Boͤhmen.mit aufgenommen, wo ihm dann der Rath zu Nurnberg ein Zeug-niß ſeines guten Geſchlechtes und adelichen Herkommens gegeben,welches ſich nachgehends 1654 ſein Sohn Joachim hat confirmi-ren laſſen.(Siehe Schelhorn. uita Phil. Camerarii p. 4.[ dq.)Nach der fuͤr ſeinen Churfuͤrſten ungluͤcklich abgelaufenen Schlachtbey Prag, gieng er mit Hintanſetzung aller ſeiner Guͤtter mit dem-ſelben nach Holland und ins Exillum, nachdem er zuvor noch al-lerhand Legationen verrichtet, und ſich endlich nebſt den ſeini-gen nach Holland begeben hat. A. 1623 fuͤhrte er ſeinen Sohn.auf die Univerſitaͤt Leiden, und darauf auch die Boͤhmiſchen Prin-ien. Es wurde von vielen berichtet, daß er einer von den vor—nehmſten geweſen, die dem Churfürſten zu ſeinem ungluͤcklichen,Unterfangen gerathen, welches ſich aber ganz unwahr befindet.A. 1523 wurde er vom Koͤnige in Boͤhmen zu dem K. in Schwe-den, Guſtav Adolph, geſandt, und ihm auch 1525 eine neue Le—gation an gedachten König aufgetragen, welcher ibn darauf mitGenehmhaltung ſeines Herrn in ſeine Dienſte aufnahm, und nichtlange hernach als ſeinen Miniſter, geheimen Rath und ordentli-chen Ambaſſadeur an die Herren General-Staaten nach demaag ſandte, welcher importanten Function er auch bey die 17Jahr mit groſſem Ruhm vorgeſtanden. A. 1529 bekam er vomK. Guſtav Adolphen die Vollmacht mit dem franzoͤſ. Geſandtennach ſeinem Gutbefinden eine Offenſiv⸗ oder Defenſiv⸗ Allianzzu ſchluͤſen. Es hat auch die K, Ehriſtina von ihm 163 begeh-ret, daß er noch eine Reiſe nach Schweden thun moͤchte, ſo auchgeſchehen waͤre, wenn es nicht ſeine ſchwache Leibes⸗Diſpoſitionund angehendes Alter verhindert haͤrte; er bath aber um die Er-laſſung ſeiner Ambaſſadeur⸗Wuͤrde, und erhielt ſolche mit derBedingniß,, daß er ſeine uͤbrige Lebens⸗Zeit der Kron Schwedengeheimer Rath verbleiben und ihm die Beſtallung davon forrg een

Camerarius.