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Celtes(Conrad) mit dem Beynamen Protucius, ſoll ei-gentlich Meiſſel geheiſen haben, ein vortreflicher Poet und Poly-hiſtor, war gebohren zu Schweinfurth den 22 Merz(Ad. ſagtden 1 Febr.) 1459. Wenn ſeine Grabſchrifft in Th. Sinc. anal.p. 547. richtig iſt, ſo waͤre er den 1 Febr. 1460 gebobren. Crüger.in catal. mille uirorum etc. ſetzt ſeine Geburt auch auf den 1 Febr.1459/ und ſagt, er ſeye zu Wipfeld am Mayn, 2 Meilen vonSchweinfurth, gebohren. Seine Eltern wollten ihn zur Haus-haltung anfuͤhren, er hatte aber ein gar zu groſſes Belieben zumStudieren, machte ſich deswegen davon und kam nach Coͤlln,‚woſelbſt er ſich auf die Humaniora und Theologie legte. Hier-
naͤchſt hielte er ſich zu Heidelberg, ferner zu Erfurt, Leipzig undRoſtock auf, und unterrichtete an dieſen Orten andere, wodurcher einige Mittel bekam, ſeiner Begierde zu reiſen ein Genuͤge zuleiſten. Er gieng alſo nach Italien, hoͤrte zu Padua, Volo-
gna, Florenz, Venedig und Rom die beruͤhmteſten Maͤnnergieng nach Illyrien, Ungarn und Pohlen, und uͤbte ſich daselbstin der Aſtronomie unter Alberti Grudi(Bruti) Anweiſung.Als er von dannen zuruͤckgekommen, wurde er dem Churf. vonSachſen Friedrich bekannt, auf deſſen Recommendation ihn derKaiſer Friedrich III. im Nehr 1487(nicht 1491 wie viele ſe-tzen) den 1 May in Nuͤrnberg auf der Reichs-Veſte mit eignerHand zum Checten kroͤnte, und iſt er der erſte, der unter den Deut-ſchen dieſe Ehre erlangt hat. Er blieb auch einige Zeit in Nuͤrn-berg, machte ſich eine gelehrte Bekandtſchafft mit Wilib. Pirk-heimern und Sebald Schreyern, und informirte die Schweſternund Toͤchter des erſten in der Latinitaͤt und Litteratur. Von dereinen erkennenden Schweſter Charitas, ſtehen Briefe anden Celtes und ein Carmen des Celtes an ſie, in den Opp. Pirk-heimeri editis a Goldaſto, p. 341. ſqq. Er hat auch auſſer Zwei-fel bey irtheimern gewohnt, denn er wird in beſagten Opp. p.116. hoſpes et amicus Pirckheimerianus genannt, und in einerPraͤfat. unterſchreibt er: Ex Noremberga, diuerſorio noſtro lite-rario, aedibus Vilib. Pirckheimer etc. Er muß ſich auch wol einegeraume Zeit in Nuͤrnberg aufgehalten haben, indem er ſich eineſolche Kenntniß der ganzen Stadt erwarb, daß er ein ſchoͤnes 100no