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daß er faſt in allen Laͤndern ſeine Factoren hatte, und in 16 derberuͤhmteſten Staͤdte offene Gewoͤlber oder Laden aufthun konte,wozu auch eine zu Lion in Frankreich von ihme neu angeordneteDruckerey einen groſſen Beytrag gethan, als welche er zur Be-foͤrderung groſſer Werke, insbeſondere iuriſtiſcher Bucher, be—ſtimmte. Seine georuckten Buͤcher, vornemlich die bekanntenBibeln, wurden hoͤchſt rar und vor andern gejuchet, weil er ſichiederzeit gelehrter und accurater Correctoren bedienet, unter wel-chen abſonderlich Friedr. Piſtorius und M. Johann Ammerbachgewesen, Er ſoll auch an der Verfertigung gar vieler Bucher alsAuctor Theil haben. Verſchiedene Werke von ihm hat Malta rein annal. typogr. recenſirt; das vollſtaͤndigſte Verzeichniß ſein esDruckes aber wird vermuthlich in Herrn J. P. Roͤders vor e-lagen. Catalogo anzutreffen ſeyn. Er ſtarb endlich in Nurn-
erg 1513, und es trieb nach ſeinem Tod ſeines BrudersSoͤhn, Hanns Koburger, ebenfalls noch einen ſtartenHandel mit Buͤchern, als der gar viele Werke auf ſeineKoſten an verſchiedenen Orten drucken lieſe, wodurch nochdas Lob des Coburgeriſchen Namens um deſto mehr vermehretwurde.
Siehe Doppelm.
Cochlaͤus(Johann) ein gelehrter Mann, aber einervon den groͤſten Feinden der evangeliſchen Reformation„ hieseigentlich Dobneck, und war gebohren 1479 zu Wendelſtein, ei-nem Flecken bey Nürnberg, wovon er auch den Namen Wendel-ſteiner, und Cochlaͤus erhalten, welchen letztern ihm zu Collnder Poet Romaclus gegeben, weil ſein Vatterland Wendelſteinauf lateiniſch Cochlea heiſen konnte, daß er alſo nicht von cochlearden Namen hat, wovon ihn Luther oͤffters zu benennen pflegte.Der Name Wendelſteiner aber, den ihm Harriſius auch zu Collnbeylegte, war ihm lieber als Cochlaus. Er legte ſich zuerſt inNuͤrnberg auf die Mathematik und Literatur, und gieng 1500nach Colln. Daſelbſt begrief er nebſt der Philoſophie noch weiterdie Mathematik und Theologie, wurde Magiſter und erhielt 1509eine Vocation nach Nuͤrnberg, vermoͤge welcher ihme die Aion
N ction