Band 
Erster Theil von A - G.
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222
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22² Ccineſius.

Diſp. de ſeruitiis ruſticis, uulgo von Frohndienſten. 1673.Ad tit. C. de his qui ad eccleſiam confugiunt et de his, quiin eccleſiis manumittuntur. 1674.Siehe L. Progr. fun. Fr. W), d. Bmſc.

Crineſius(Chriſtoph) ein gepruͤfter Theologus undgroſſer Philologus, war gebohren zu Schlackenwald in Boͤh-men im Jahr 1584. Sein Vatter, auch Chriſtoph, war Pfar-rer daſelbſt. Er gieng zu erſt zu Hauſe in die Schule, ſodannaber zog er 1603 nach Jena, und hoͤrte vornemlich daſelbſt Pet.Piſcatorn. Nach dieſem, ohngefehr 1606, gieng er nach Wit-tenberg, hoͤrte Lor. Fabricium, und wurde nicht nur 160% Ma-giſter, ſondern hielte auch drey Diſputationes, 1) hagiographi-cam tertiam ex fontibus ebraeis, in qua contra Iudaeos Aria-nos alios que xοοοτονιe perſonarum trinitas in diuina eſſentiauel maxime demonſtratur, unter M. Phil. Arnoldi 1607. 2)diſquiſ. tertiam de modo colligationis externarum epocharumad annos à condito mundo, xd? αανοννν e, tractatam, un-ter M. Joh. Behm, 1608. 3) Teccegανννν de Maria uir-gine benedicta et electa matre I. C. e fontibus ſ. ebr. et gr. iuxta§. S. teſt. reſolutum, unter M. Phil. Arnoldi, die er aber ſelbermag geſchrieben haben. Hierauf gieng er zwar von Wittenbergweg, kam aber ohngefehr zu Ende 1609 wieder, laſe Collegia,praſidirte und wurde Adiunct der Philoſ. Facultaͤt. Ob er nunwol die pbilologiſchen Studia am ſtaͤrckſten trieb, im Leſen einengroſſen Beyfall hatte, und wackere Schuͤler zog; ſo porte erdoch noch ſelbſt Theologica, diſputirte auch 1610 unter D. Fran-zen de communione ſub utraque ſpecie. 1613 zu Ende oder 114zu Anfang gieng er von Wittenberg weg wurde Hof- undSchloßprediger iu Gſchwend, in Ober-Heſterreich, wo er bisin das öte Jahr blieb, und ſodann 1618 Pfarrer zu Grub, wo-von er aber 1624 wegen der groſſen Religions⸗Veraͤnderung inOeſterreich als ein Exulant entweichen muſte. Hier kam er nunzuerſt mit ſeiner Familie nach Regensburg, ferner auch und alleinenach ürnberg„wo er ſogleich eine auſſerordentliche theologiſcheProfeßion in Altdorf 1624 den 26 Nov. erhielte. Im folgendenJahr wurde er Ordinarius und Diaconus an der Kirche, und ehwar