Duͤrnhofer. 307
Man ſehe: H. C. Arends nettgeſchriebenes Leben Albr. Duͤ-rers/ Goslar. 1728. 8. Ad. Fr. Om. Doppelm.AL.. Th. Sinc. Suo. 2. p. 346 358. Koͤhlers Muͤnzb.T. Xx. p. yo. T. XXI. p. 303. ſq· Lochners Muͤnzb. von1740. p. 289 ſqq. und 417 ſqq·
Duͤrnhofer(Lorenz) ein gelehrter Theologe, den Freheromni ſeientiarum bonarum ac inprimis linguarum ſtudio inflam-matum, et omnium ſaeculorum memoria digniſſimum nennt,war ein gebohrner Nürnberger und hat laut ſeiner Grabſchrifftbeym Trechſel und Roͤtenbeck den 29 Jan. 1532 das Licht dieſerWalt erblickt. Der beruͤhmte Buchdrucker Joh. Petreius iſt ſeinStiefvater geweſen. Er hat a voͤllige Jahre von 1545 bis 1549zu Salzburg in der Etomms Poeten⸗Schule freguentirt, undwar ſein Lehrer Joh. Stomius oder Mulinus, der ihn ſo treu un-terwieſen, daß er 1549 unmittelbar nach Wittenberg mit der be-ſten Geſchicklichkeit gezogen. In Wittenberg wurde er der beſon-dern Unterweiſung und Aufſicht Paul Ebers uͤbergeben. Er hatſich die Gewogenheit nicht Luthers, wie man ſagt, als der ſchon1546 bekannter maſſen verſtorben war, ſondern Melanchthonserworben, der ihn auch fleiſig recommendirt hat. Nachdem erMagiſter geworden iſt, kam er nach Oelsnitz in Vogtland in dieSchule, welches ohngefaͤhr 1553 mochte geſchehen ſeyn, dientedaſelbſt bis 1579 denn kehrte er wieder nach Wittenberg, rich-tete ſein Hausweſen daſelbſt an, nahm Tiſchpurſche an, worun-ter Joh. Kaufmann geweſen, fieng an zu leſen, und kam in dasCoſegium der Philoſophen, lud auch zu Vorleſungen uͤber dieIlias des Homers und die Faſtos des Ovids mit einem Gedichteein, das im T. II. Scriptorum publice Wittembergae propoſitorumſtehet. A. 1566 den 20 Aug, hat er als Prokanzler und Philo-ſophiſcher Decanus 38 Magiſtros creirt, und dazu mit einem ge-bundnen und ungebundnen Anſchlag eingeladen: ſiehe beſagter dcri-ptorum T. VII, wo auch noch 2 Programmata von ihm ſtehen.Die Rede de Synodo Tridentina, deque Sophiſtarum, qui pro-ximis aliquot annis gubernarunt eam, impietate atque impruden-tia, welche hiebey gehalten wurde, iſt nebſt mehrern zu diejer
2. 3 Hand-