Band 
Erster Theil von A - G.
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zT. Ebner.

ter aber Margaretha Loͤffelholzin. Es geſchahe gar bald, daß manſeine gute Gaben an ihm bemerkte; und er wurde alſo nach gehoͤ-riger Vorbereitung einer Haus-Diſeiplin nach Ingolſtadt ge-ſchickt, woſelbſt er mit dem nachmaligen beruͤhmten Probſt AntonKreſſen ſtudierte, und ſich der Unterweiſung des groſſen ICti,Sixtus Tucher, anvertraute. Nach wohl eingefaſter mancherleyWiſſenſchafft that er eine Reiſe nach Frankreich, und von dar anden Kaiſerlichen Hof. Hier hatte er ſich ſo bald beliebt gemacht,daß er nicht nur dem Kaiſer Maximilian nach Augsburg auf denReichstag, und nach Noͤrdlingen folgen durfte; ſondern er kriegteauch 1500 den 10 Sept. mit ſeinem Bruder Anton eine Hofbedie—nung vom gedachten Monarchen.. Als der Kaiſer bald daraufnach Nuͤrnberg zur Huldigung reiſte begleiteten ihn beyde Bruͤ-der; Anton blieb in Kaiſerl. Dienſten, unſer Hieronymus abererhielte ſeine Dimiſſion, verheyrathete ſich 1501 mit einer HelenaFahehe wurde 1502 Genannter des groͤſſern Raths und 1503

athsherr. Er ſtieg nach mancherley anſebnlichen Dignitaͤtenendlich bis zur hoͤchſten Wuͤrde eines vorderſten Loſungers undReichs⸗Schultheiſens. Bey anbrechender geſeegneter Kirchen-Reformation zeigte ſich dieſer groſſe Mann am meiſten fuͤr das ſee-lige Licht der Wahrheit bemuͤht. Denn ob er wol 1524 vom PabſtLeo dem X, nebſt ſeinem Weib, Eltern, Kindern und Geſchwi—ſtern, ſamt denen, die von ihm herſtammen, die Freyheit, voneinem Orden in den andern uͤberzugehen, Erlaſſung der Urfeden,vollkommene Loßzaͤhlung der Suͤnden, das Recht einen bewegli—chen Altar zu fuͤhren, Meſſe zu halten in einer ſolchen Zeit, da esvon der Kirche unterſaget werden kan, Befreyung von allen Ge-luͤbden, einige ausgenommen, endlich auch in der Faſten und zuanderer Zeit, da es verbotten iſt, Fleiſch zu eſſen, erhielte, achteteer doch die Freyheit des Glaubens und Gewiſſens groͤſſer, befoͤr-derte das Reformations⸗Werk vor vielen andern, achtete die Re-ligion fuͤr das Principal⸗Stuͤck aller Reichs handlungen, wovonauf dem Reichstag zu Speyer 1526 nothwendig muͤſte gehandeltwerden, berichtete 1525 nebſt Caſp. Nuͤtzeln dem ChurfuͤrſtenFriedrich zu Sachſen, daß etliche Evangeliſche Staͤnde der Mey-nung waren, mit verſtaͤndigen Leuten und Predigern, auch ih-ren.