348 Erdtmann. Erhart.
.—.——ſelbſt nicht fuͤr den beſten Sprach⸗Verſtaͤndigen gehalten. Er en-dete um 1220 ungluͤcklich ſein Leben in dem Geſaͤngniſſe, wohiner wegen Beraubung ſeines Verſtandes gebracht wurde. Auſſereinem italiaͤniſchen Briefbuche, welches er fuͤr die Kaufleute her-ausgegeben, iſt uns noch von ihm bekannt: öChriſtliche Labung oder friſches Troſtwaſſer gezogen aus demBrunnen der Augſp. Confeſſion. Nuͤrnb. 1659. 12.Grammatica alla moda tedeſco- italiana à prò dei principianti.Nuͤrnberg. 1703. b.La ſacro- ſanta Biblia in lingua italiana. Norimb. 1713. fol.
Erdtmann(Chriſtian) wird vom Herrn Joͤcher im GL.fuͤr einen Geſchichtſchreiber von Nuͤrnberg angegeben, war aberſeinem eignen Geſtaͤndniß nach kein Nuͤrnberger. Denn ſo ſagter in ſeinem Buch, Norimberga in ſlore ete. p. 62. Quo pluresmonaſteriorum Argentinenſis prouinciae, dulciſſimae patriae ede eic.und eben daſelbſt: Que ſi tibi placere intellexero, ſimili coloreac penicillo illuſtratam graphiceque depictam Vlmam et Argenti-nam noſtran expectabis. Er lebte übrigens um 1629, und nennteſich bald V. O. K. S. bald A. R. 1 C.
Erhart(Jeremias) aus Rochlitz in Sachſen gebuͤrtig,war Magiſter und wurde 1585 unter dem Rectorat des Edo Hll-derich Praͤteptor Claſſicus in dem Gymnaſio zu Altdorf. Lautder Matrikel daſelbſt hat er die Anfangs⸗Gruͤnde der Arithmetikund Sphaͤrik gelehret, und iſt 1902, unbekannt warum, ſeinesAmtes entſetzet worden, und von Altdorf weggekommen. In wieweit die Nachricht richtig ſey, die in Iuſt. Pertuchii Chronicoſteht, daß er zu Altdorf die Oratorie profitirt habe und 1592 ge-ſtorben ſeye, wiſſen wir nicht. Auch hat man auſſer der Na-mens⸗ Aehnlichkeit keinen Grund zu behaubten, daß Jer. Erhart,Ned. D. et Phyſ. Ord. in Augſpurg, der 1626 den 15 May zuRotenburg zum andernmal Hochzeit gemacht, dieſer unſer Erhartgeweſen ſeye.
Siehe Ap. uit. phil. Kmſc.
Erla-