Erythraͤus. Eſchenbach. 357
ſtehet, und worinnen ſein Leben nur ganz kuͤrzlich erzaͤhlet wird.Doch haben daraus wir und Ad. Fr. Gmeil. in glor, acad. Alt.und Ap. in uit. phil. geſchoͤpft; auch brauchten wir Bmſc.
Erythraͤus(Gotthart) des vorigen Sohn von Stras-burg gebuͤrtig, wurde 1587 den 30 Jun. in Altdorf Magiſter.199 wurde er Cantor in Altdorf, und hat etwann, wie oͤffter ge-ſchehen, in dem Gymnaſio die Muſik dabey docirt; heyratheteauch in dieſem Jahr Hanns Tuchers Tochter, Eliſabeth, mitwelcher er den 11 Aug. bey St. Laurenzen in Nuͤrnberg copulirtwurde. Ohngefaͤhr 1609 oder 1610 wurde er Rector der Stadt-ſchule in Altdorf, welche mit dem Gymnaſio nicht vermiſcht wer-den muß; wie denn auch die Rectores beſagter Schule damals la-teiniſche Schulmeiſter hieſen. Weil ihm 1677 M. Paul Lauten-ſack ſuccedirte, ſo iſt er vermutblich um dieſelbige Zeit geſtorben.(Siehe Teltn. de Paul. Lautenſack.§. 22. p. 28.) Er gab herausPlalmos et cantica uaria, ad notas ſ. tonum muſicum adſtrictos,
Nor. 1608. 43 und gedenkt in der Vorrede, daß er ſchon vor-her andere Pfalmen und Lieder mit 4 Stimmen herausgegeben.
Eſchenbach(Chriſtian) ein wackerer Geiſtlicher ausLudwigſtadt in Thuͤringen gebuͤrtig, woſelbſt ſein Vatter, Con-rad, Pfarrer war. Die Zeit ſeiner Geburt fiel auf den 23 Oct.1518. Er legte die Gruͤnde ſeiner Studien zuerſt in der SchuleEines Geburtortes, dann zu Naumburg, in der Stadtſchule zuJena, und ferner auf dem Schwarzburgiſchen Gymnaſio zu Arn-ſtatt. 1640 fieng er an in Jena zu ſtudieren, hoͤrte Stahlen,Slevogten, Dilherren, Zeiſold, Hofenannen, D. Maior,D. Himmeln und D. Glaſſen, wurde 1641 unter Philipp Hor-ſten Bacularius, und gieng mit Düherrn 1642 nach Nurnberg.1648 begab er ſich nach Altdorf und wurde daſelbſt in dieſem Jahrunter Bruno mit Ehren Magiſter. 1650 wurde er Vicarius derPfarre zu Ruͤſſelbach und Igensdorf, 1651 aber von den HerrenMuffeln nach Eſchenau beruffen. 1693 bekam er die Nuͤrnber-
giſche Pfarre Lichtenau und Immeldorf, welche damals vereint312 war.