N 3660 Faber.
Faber(Georg) ein groſſer Ebraͤer und rechtſchaſſener'Geiſtlicher, war von Uffenheim aus Franken gebürtig, als wo-ſelbſt er 1779 gebohren war. Sein Vatter hies auch Georg,und war Buͤrger und Innwohner zu gedachtem Uffenbeim. Erhat 4 Jahre in Wittenberg ſtudiert, und da er Magiſter war, ſoiſt er es auſſer Zweifel daſelbſt geworden. 1605 wurde er Nuͤrn-bergiſcher Pfarrer zu Lichtenau, 1510 aber bekam er den Ruß zuder Pfarrſtelle in Lauf. 1616 wurde er Diaconus bey St. Lau-renten in Nuͤrnberg, und endlich Schaffer daſelbſt. ZLie D.Zeltner und der ſeel. Hr. Pred. Conr. Friedr. Feuerlein in ſeiner ſchoͤ-nen Rede de meritis Norimbergenſium in philologiam orientalemet linguam cumprimis ebraæeam, davon wir eine Abſchrif't beſitzen,meldet, ſo iſt unſer Faber auch Profeſſor der ebr. Sprache inNuͤrnberg geweſen. Auch ſagt man, er habe c een in Altdorf,werden wollen, als wozu er vollkommen geſchickt geweſen waͤre.1616 wurde er zu dem Colloquio mit den Studioſis Peuſchel undVogel gezogen, und hat nebſt M. Melch, Rinder und M. Leonh.Laͤmmermann dabey protocollirt, wovon Zeltner in hiſt. Crypto-Socin. Alt: p. 59 ſagt: ſie tamen, ut quorundam diligent: amaccurationemque in ſcribendo colloquentes Studioſi pariter acITheologi deinceps deſiderarent. Er beach an einem Steckflußden 16 Jul. 1634. Seine erſte Frau bies Barbara Glierin: 5
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ne andere aber Margaretha, die nach ſeinem Tod den Rettor beySt. Laur. M. Georg Schroͤder geheyrathet hat. Von dieſer letz-ten iſt ein Sohn zu merken, M. Erhart Faber, der 1649 zu Jenaunter Friſchmuthen de primogenitura diſputirte„1652 Pfarrer inRuͤckersdorf wurde, und 169 nach Ruͤſſelbach kam, wovon erzugleich die Pfarre in Igensdorf mit verſahe, bis er 1670 den 4Merz 44 Jahr alt geſtorben iſt. Dieſer Erhart hat ſeines ſeel.Vatiers Bibliothek dem Laurenzer Collegio zu des Vatters immer-waͤhrendem Ehrengedaͤchtniſſe verſchafft; wie ſie denn auch in derConvent⸗Stube des Laurenzer Pfarrhofs noch in verſchiedenenWandbehaͤltern zu ſehen iſt. Er ſelbſt aber, der Vatter, ſolllectionis ebraicae inſtitutionem zu Anſpach herausgegeben haben,woran iedoch einige zweifeln wollen. So viel iſt richtig daß ermum Gebrauch ſeiner Zuhoͤrer geſchrieben hat:. indb.