Herpfer.*
durckgegangen, hat ihn der Pfalzgraf Philipp Ludwig ſtudierenkaſſen. Er zog alio 504 nach Wittenberg und von dar mit ſtatt-licher Zeugniſſen nach Tuͤbingen, wo ihm 16085 die Magiſter-Wuͤtde ertheilt wurde. Nach erlangtem Magiſterio hat er ſichnach Nuͤrnberg verfuͤgt und ſich allda eine Zeitlang bey ſeinemVettern, D. Joh. Zeſchlin, Pfalzgräfiſchen Rath, verweilet,endlich aber mit einigen Untergebnen bis in das ſechſte Jahr ſichauf den berühmteſten Univerſitaͤten ſowol in Deutſchland als auchin Frankreich, Welſchland und Spanien aufgehalten und dieRechte nebſi den Sprachen fleiſig getrieben. 1615 nahm er inBaſel den Doctor⸗Hut an, und that noch eine Reiſe in Engelandund Holland. Nachdem auch dieſe Reiſe geendiget, blieb ereinſt-weilen auf den Gutern ſeiner Eltern, am längſien aber in Wien,wo er mit unterſchiedlichen Nuͤrnbergiſchen Rathsherren bekanntund auch deswegen 1619 zumConſulenten der Stadt Nurnberg an-enommen worden. Er wurde ferner des Landgrafens von Stuͤ-ingen, der Grafen von Pappenheim und Oettingen Rath undAdvocat, lies ſich auch in deren ſowol als gemeiner Stadt Ver-ſchickungen ruͤhmlich gebrauchen. In ſeinem Lebenslauf wirderuͤhmt, daß er bey ſeiner groſſen Rechtsgelabrtheit auch eineae dee theologiſchen Sachen gehabt habe. Ueber-haubt hat er unſerer Stadt mit vollem Ruhm bis in das 3ßſteahr gedienet und iſt endlich den§ Febr. 1654 den Weg allesFleiſches gegangen. Von ſeinem Ur-Anherrn, Doctor Salice-tus, Proſeſſorn zu Ingolſtadt, erbte er eine trefliche Bibliotheck,die er anſebnlic vermehrte. 1624 vermahlte er ſich mit Fr. Su-ſanna, Hans Schlegels Wittwe, einer gebohrnen Philippin,mit der er folgende Kinder erzeuget: 1) Cph. Hieronymus, Neu-burgiſchen Landſchaffts⸗Secretaͤr. 2) Wilhelm, der die Kauf-mannſchafft erlernet. 3) Georg, der ſogleich vorkommt. 4)Anna Suſanna, welche der Hr. Doctor und Conſulent Hier.von Coͤlln geheyrathet. 5) Anna, die bey des Vatters Tod le-digen Standes geweſen.Siehe L von Mart. Beeren. Rothſch. und beym Trechſelſein Grabmal p. 129.
Zwey ter Theil. N Ser