Band 
Zweyter Theil von H - M.
Seite
157
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Sonn. 157———Fuhrwerk im unbrauchbarn Stande zu ſehen. In Ermangelung

anderer Gelegenheit muſte er den Ruͤckweg nach Nuͤrnberg nehmen.Allhier kehrte er bey ſeines Vatters Schweſtermann, dem Kauf-manne, Joh. Winter, ein; es gefiel ihm deſfen iuͤngſte Tochterund er ehlichte ſie. Von 13 Kindern, die er mit ihr gezeuget,uͤberlebten ihn dieſe fuͤnfe: 1) Dor. Charitas, die an Hn. Mag-nus Gottl. Fetzer Coburg⸗Meinungiſchen Rath in Nurnberg,verheyrathet worden: 2) Joh. Paul, Herzogl. Secretaͤr bey demLehnhof zu Coburg. 3) Anna Helena, die Eheliebſte Hn. Joh.Ge. Schmiedts, Kabinet⸗Secretaͤrs bey der verwittibten Her-zogin zu Sachſen⸗Coburg Meinungen. 4) Friedr. Paul,der den 2 Apr. 1747 dem Vatter in die Ewigkeit folgte. 5)Gottl. Paul, Coburgiſcher Kammer⸗Regiſtrator. 1688 wur-de unſer Regierungs⸗Advocat als Archivarius in Pflicht genom-men, und 1694 gab man ihm das Amt eines Policey⸗Rathes.Einiger Verdruͤßlichkeiten wegen ſuchte er andere Dienſte undfand ſie auch in Meinungen, woſelbſt er 1697 Obervormund-ſchaffts⸗ Rath, geheimer Secretäͤr und gemeinſchaͤfftl. Chur-und Fuͤrſtl. Archivarius wurde. Kaum hatke er ſich allda einge-richtet, ſo fiel Coburg an die Meinungiſche Herrſchafft und ermuſte mit derſelben 1699 wieder hieher ziehen. 17oß wurde ihmdie Coburgiſche Diath und Amtmanns⸗ Stelle anvertrauet, dieer hernach beſtaͤndig bekleidete. Nach einem 27 iaͤhrigen Eheſtan-de entriß ihm der Tod durch einen Schlagfluß ſeine Geliebte.1723 holte er 00 von Gotha die andere Eheliebſte, eine Tochtereines um der Religion vertriebenen Ungariſchen Paſtors in Leutſch-au, nachmaligen Superintendentens zu Groſſenſalza, D. Eſti.Mart. Seelmans, und Wittwe des Sachf. Gothaiſchen Amt;manns zu Zella, Ge. Sal. Keslers. 1739 legte er ſein Amt we-en Schwachheit und Alter nieder. Den 21 Merz 1747 er-

olgte ſein Abſterben nach einem kurzen Lager, in 1 85 ſten

Jahre. Er bewies ſich allezeit als einen guten Chriſten; verſchie-dene Zufälle pruͤtten und ſtaͤrkten ihn darinnen. Dreymal ent-ſtund in ſeinem Miethhauſe zu Meinungen Feuer, und einmalnabe an ſeinem Hinterhauſe zu Coburg. Ihm trafen viele Krank-heiten/ verdruͤsliche Proceſſe, manche qugenſcheinliche Lebens-u 3 Gefahr.