Jungendres. 277
—.. Ly———ðnIm kiten Jahre ſeines Alters kam er in die Lorenzer Schule:und gieng von der 4ten Klaſſe an die uͤbrigen durch, bis er1702 ad lectiones publicas befoͤrdert, und 1703 auf Univerſi-taͤten geſchicket wurde. Er reißte aber zuerſt nach Leipzig, undhatte daſelbſt Gelegenheit die groſſen Theologen, Ittig, See-ligmann, Rechenberg, Schmidt, Pipping und Weite zu hoͤ—ren, auch philoſophiſche Collegia zu beſuchen. Nach einemhalbjaͤhrigen Aufenthalt daſelbſt gieng er nach Jena, und wur-de von Hrn Joh. Wilh. Baiern, der damals noch Adjunctder philoſophiſchen Facultaͤt war, in ſein Haus aufgenommen,hat ſich auch deſſen, ſo wie Treuners Collegia, wohl zu Nutzgemacht. Weil aber bald darauf Baier nach Altdorf kam,hat er 1704 zu Ende des Jahres ihn dahin begleitet, daſelbſtnoch den beruͤhmten Wagenſeil angetroffen, und Roͤtenbeckens,Omeiſens, Mollers, und der Theologen, Sonntages, Lan-gens und Zeltners Collegia beſuchet. 1706 hat er unter beſag-ten Hrn. Baiern de ſapphiro Sc. S. diſputiret und ſich in dem-ſelben Jahre wieder nach Leipzig, von dar aber nach Hallegewendet, wo er die groſſen Leute, Franken, Breithaupten,Anton, Thomaſen, Cellarium und Gundlingen zum oͤftern zuhoͤren Gelegenheit hatte. Von dar begab er ſich wieder nachJena, woſelbſt er ſich zum andernmale 3. Jahre aufgehalten.Dieß war ſein merkwuͤrdigſter Periode auf Univerſitaͤten. Erkam bald in vertraute Bekanntſchaft mit Hrn. D. Ephr. Gerhar-den und Hrn. Prof. Gottl. Stollen, frequentirte ihre Collegia,auch bey dem erſten juriſtiſche, und diſputirte 170% unter ihmde ueritatis cognoſcendae principio atque criterio. Von dervornehmen Wuchereriſchen Familie hat er hiebey vorzuͤglicheMerkmale einer beſondern Liebe und Freundſchaft genoſſen,welche bis an des Hrn. Kirchen⸗Raths und dann auch desHrn. Reichs⸗Hofratbs Tod gedauert hat. Nachdeme erauch die Theologen, Budde, Foͤrtſchen und Danzen, fernerStruven in der Politick und Hiſtorie gehoͤret, ſonderheitlichaber ſich in den moraliſchen Wiſſenſchaften genugſam veſte ge-ſetzet, gieng er 1710 nach Hauſe. Hier ergrief er bald eineGelegenheit nach Wien zu reiſen, um daſeldſt eines vorneh-
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