88 Kicſten.nach Wien, wo er ſich 4 Monate aufgebalten., ſodann nachUngarn, und kehrte durch Maͤhren und Boͤhmen, wo er ſichin Prag aufhielte, die daſige uralte Univerſitat kennen zu ler-nen, nach Hauſe. 1735 erhielte er nach gewoͤhnlichen Pruͤfun-gen und der ohne Beyſtand verfochtenen Inaugural-Dipp. delapidibus cancrorum die Licentiaten-Wuͤrde in der Medicin.Hierauf gienge er ſogleich uͤber Wuͤrzburg, Frankfurt, Coͤllnund Nimwegen nach Utrecht, durchreiſete ſodann die uͤbrigenhollandiſchen Provinzen, und hielte ſich beſonders einige Zeitin Amſterdam und Leyden auf, in welchen beyden Städten erſich die Vorleſungen und Freundſchaft der groſſen Gelehrten,Herm. Boͤrhavens, Albini, Schachts, Royen, Burmanns,Seba und anderer zu Nutzen machete, und hernach mit demletzten, bis an deſſen erfolgten Tod correſpondirte. Von Amſter-dam ſetzte er ſeine Reiſe uͤber die Suder-See nach Nordhollandfort beſuchte beſonders die beyden hoben Schulen zu Frane-cker und Groͤningen, reißte uͤber Ostfriesland und Oldenburgnach Bremen und Hamburg, machte ſich mit den Herren,Anderſon, Fabricius, Wolfen und Richey bekannt, und ge-langte endlich uͤber Hannover, Braunſchweig, Wolfenbüttel.,Heimſtaͤdt, Magdeburg, Halle, Leipzig und Jena gluͤcklich wie-der in Altdorf an. So bald er ſich von ſeiner Reiſe wiederetwas erholet hatte, erhielte er noch in demſelbigen Jahre dieDoctor-Wuͤrde, und erwarb ſich 1736 mit einer Diſp. deſtyrace die Frepheit zu leſen. 173 bekam er nach dem Ab-ſterben des Hrn. D. Baiers anfänglich ein auſſerordenillchesLehramt in der Medicin, welches er auch den 11 Merz mit ei-ner feperlichen Rede de exiguo pretioſorum quorundam me-dicamentorum effectu angetretten hat. Hierauf vermaͤhlte erſich mit des beruͤhmten Hrn. Prof. Schwarzens ſeel. mittlernIgfr. Tochter, Juliana Dorothea, die ihm aber 17 38 wiederdurch den Tod entriſſen wurde und. 2 Kinder hinterlaſſen hat.Im bemeidten 1737 ſten Jahre erhielte er noch die ordentlicheDeter der Phyſtologie und kurz darauf auch der Chymie.eic Aemter hat er nun bishero mit aller Treue verwaltetund ſich badurch einen nicht geringen Ruhm erworben; w.. erenu
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