Band 
Zweyter Theil von H - M.
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29 Klingenbeck. Aneſpellus.

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ein Gutachten aus. Zu Wetzlar fuͤhrte er einen Proceß, wowir nicht jeren, in einer Sponſalien⸗Sache, und hat ſich end-lich von Nuͤrnberg wieder dahin begeben. Wir wuͤnſchten imuͤbrigen ſelbſt, mehrere Nachrichten von ihm zu haben.

Klingenbeck(Conrad) ein Theologe, der vermuthlich zuNuͤrnberg 1526 gebohren war. Er wurde Prediger bey St.Egidien z und wenn es wahr iſt, wie die Chori Norici alle mel-den, daß er ſchon 1549 dieſe Stelle gekriegt, ſo iſt er ſchon inſeinem 2zſten Jahre zu dieſem wichtigen Poſten gekommen,welches ein hoͤchſt ſeltenes Exempel iſt und ein Zeugniß ſeinerGeſchicklichkeit ſeyÿn mag. Er war ein eifriger Lutheraner,auch vor allen ein fleiſiger Befoͤrderer des Catechismi Lutheriin den Nuͤrnbergiſchen Anſtalten; dahero er auch 1559 den29 Nov. eine Verbeſſerung ſeiner Beſoldung mit go fl. erlanget,welche er vorhero durch Suppliciren nicht zu erhalten vermoch-te. Er hat auch am erſten die Kinderlehren bey St. Egidiengehalten. Siehe hievon C. C. Hirſchens Nuͤrnbergiſche Ca-techismus⸗ und Kinderlehren-Hiſtorie, p. 24. 29. Er ſtarbmit vielen Verdienſten im arſten Jahre ſeines Alters den 27Aug. 1567, wie ſolches aus der Unterſchrifft ſeines raren Bild-niſſes im Holzſchnitt, gedruckt bey Hans Wolf Glaſer zuNuͤrnberg, erhellet. Er hinterlies eine Wittwe, welche den 27May 1615 begraben worden iſt. Eine Tochter, Anna, heyra-thete 1569 Jorg Geigern, Rothſchmiden in Nuͤrnberg; eine an-dere Tochter, Dorothea, nahm 1596 Jobſt Wagnern, undein Sohn M. Joh. Klingenbeck, war Diac. Sebald, vonwannen er nach Neumarkt gieng.

Siehe Hirſch. dipt.

Nneſpelius(Jacob) war zuerſt Pfarrer zu Elnbogen,wurde aber 1622 verjagt und kam nach Nuͤrnberg, wo er inder Endteriſchen Buchdruckerey einen Corrector abgab und ſichweit uͤber 20 Jahre aufhielte. 1649 iſt er Pfarrer und Su-perintendur⸗Verweſer zu Vohenſtraus gewoͤrden und daſelbſtden 23 Jul. 16,1 geſtorben. Als 1745 der alte Pfarrhof bey

St. Se-