Kteslin. 352Verheyrathet hat er ſich den raten Jan. 1646 mit Reg. Soph.Luc. Pfaudens, Genanntens in Nuͤrnberg, Tochter; und wirdin den Cpithalamiis gemeldet, daß er auch eine groſſe Liebe zurGottesgelahrtheit und theologiſchen Schrifften gehabt habe.Ei Sohn von ihm, Johann Wilhelm, ſtarb 1706 als Schul-Eoilege bey St. Sebald in Nuͤrnberg.
Kreslin(Georg) ein Aſtronomus von Onolzbach ge-buͤrtig, begab ſich um 1618 nach Nuͤrnberg. Hier fertige erunter andern neue aſtronomiſche Tabellen aus, nach deren Vol-lendung er 1623 bey dem Magiſtrat mit einer Bittſchrifft ein-kam, dieſes muͤhſame Unternehmen mit oͤffentlichen Koſten zubefoͤrdern, woraus aber nichts geworden iſt. Er hat ſich ſo-dann auf das Kalender-Schreiben und Prognoſtica geleget,dergleichen er einige Jahre allda ediret hat. Endlich gieng ervon Nürnberg wieder weg und hat die Stelle eines Pfarrerszu Miſtelbach auf dem Gebuͤrge in dem Bayreuthiſchen erhalten,iſt aber zuletzt an einem unbekannten Ort verſtorben. Er liesnoch im Druck ausgehen:
Cometen. Tafel, darinnen vermeldet und angezeiget wird, wie derneue Comet des verfloſſenen 1618ten Jahres in den Monaten,Oct. Novemb. Dec. am Himmel geſehen worden. Nuͤrnberg.1619. 4.
Siehe Doppelm.
Kreß von Kreſſenſtein(Anton) ein Probſt und ICtusaus der altadelichen Raths faͤhigen Familie der Herren vonKreß, die nunmehro ſchon uͤber 500 Jahre nur in Nuͤrnberg flo-riret, iſt von Hrn. Ant. Kreſſen, Senatorn, und Cathar. Loͤf-felholzin von Colberg, erzeuget, und in Nuͤrnberg 1478 denzten Febr. gebohren worden. Er hat ſchon als ein Knabe einbeſonderes Gedaͤchtniß gehabt und vor andern behend gelernet;daher er auch nur von ſeinen Spiel⸗Kameraden plebanulus,oder das Pfaͤflein, nicht ohne Vorbedeutung, iſt genennet wor-den. Nachgehends wurde er auf die Univerſitaͤt Ingolſtadt ge-
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