Leibnitz. 419ſeum Goezianum, kommt es p. 272 auch vor, wo aber un-ſer Cph. Leibnitz, indem er Paſtor zu St. Jacob genennt.wird, mit ſeinem Sohn confundirt worden..
Im uͤbrigen ſiehe Hirſch. dipt.
Leibnitz(Juſtus Jacob) ein verdienter Theologe, desvorigen Sohn, iſt den 8ten Nov. 1610 noch zu Ruͤſſelbach ge-bohren worden, von dannen aber, 8 Wochen alt, mit ſeinenEltern nach Nuͤrnberg gekommen. Er wurde in den damalsgebraͤuchlichen Privat- Schulen, ehe nemlich das Gymnaſiumzu St. Egid. wieder angerichtet worden iſt, von M. Joh. Un-gerto und M. Joh. Holungen ſo gluͤcklich unterwieſen, daß erſchon 1627 im 15ten Jahre ſeines Alters nach Altdorf albenkonnte. Er beſuchte zwar zuerſt unter der Lehre ſeine Tuch-wirches, M. Jac. Bruno, nur die Klaſſe, wurde aber ſchon1026 zu den oͤffemlichen Vorleſungen gelaſſen und feyerlich be-foͤrdert. 1629 wurde er Bacularius und 1530 Magiſter.Nach geendigten philoſophiſchen und philologiſchen Studien,worinnen Queccius, Schwenter, Kob und Nossler ſeine Lehrerwaren, hielte er unter Koben eine ſelbſt verfertigte Diſp. demiſcellaneis nonnullis quaeſtionibus, hörte ſodann die Theulo-gie bey D. Althofern und begab ſich 1631 nach Jena. Hierreſpondirte er 1632 unter J. M. Dilherrn, als derſelbe proloco in facultate philoſophica contra P'Hil. Caroli triump hun:antiquae fidei diſputirte.(Siebe Dilherti diſpp. T. I. p. 37ſqq:) Durch eben dieſes Dilherrns, mit dem er in Altdorf aneinem Tiſch ſpeißte, Empfehlung, wurde ihm von dem beruͤhm-ten D. Joh. Gerhard die Information ſeiner 2 aͤlteſten Soͤhne,Joh. Ernſt und Johann, uͤbergeben, und er von ihm an Tiſchgenommen. Dabey uͤbte er ſich denn nun unter Gerbardenund Himmeln in der Theologie, unter welchen beyden er auchverſchiedenemalen privatim und publice reſpondirte. Teil ihm.aber nicht nur ſchon 1632 ſein Vatter, ſondern auch 1637 ſeingroſſer Patron, D. Gerhard, ſturb, ſo gieng er uber Erfurt,Leipzig und Wittenberg nach Hauſe, wo er 1638 im Febr. an-getommen iſt, Nach einem ausgeſtandenen Examen und ge-
Hh hs. haͤle-