Band 
Zweyter Theil von H - M.
Seite
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Leinker. 422

rethen daſelbſt allerley chirurgiſche und mediciniſche Faͤlle zuobſerviren. Von 1703 bis 1705 aber ſetzte er ſeine angefange-ne Studien zu Jena fort, allwo er Wedeln, Slevogten undCrauſen hoͤrte, und unter dem erſten nach abgelegter Inaugu-ral⸗Diſputation de Ipecacuanha americana et getmanica dieDoctor⸗Wuͤrde annahme. ierauf trat er ſeine Reiſen an,gieng durch Sachſen nach Berlin, uͤber Magdeburg, Helm-ſtädt, Wolfenbuͤttel, Braunſchweig, Zelle, Hannover, Hildes-heim, Muͤnden, durch das Muͤnſteriſche und Cleviſche uͤberWeſel nach Amſterdam. Als er ſich allda und in andern hol-laͤndiſchen Plaͤtzen verweilet, auch Leiden, Haag, Delft und an-dere beruͤhmte Orte nebſt den gelehrteſten Leuten beſuchet, gienger nach Engelland und brachte beſonders zu Londen und Ox-ford unter allerhand Converſation gelehrter Leute bey 4 Mona-te nuͤtzlich und vergnuͤgt zu. Indeſſen erhielte er von HauſeErlaubniß, auch Daͤnemark zu beſuchen. Er gieng daher zu-ruͤcke uͤber die See nach Holland, von Amſterdam uͤber dieSuͤder⸗See nach Harderwick, Bremen, Hamburg, und kamnach gluͤcklicher Ueberſchiffung des groſſen und kleinen Beltsnach Koppenhagen. Nach einiger Verweilung daſelbſt ent-ſchloß er ſich, den naͤchſten Weg uͤber den Sund und Halſingoͤrnach Helſingburg und ferner uͤber Jenkiaͤhing in Norkioͤchinauf Stockholm zu ſuchen. In dieſer Koͤnigl. Reſidenz rietihm der tagliche Umgang mit dem Koͤnigl. Leibmedico, Urb.f d an, auch das noch gegen 30 Meilen entlegene Upſalamt denen in der Nahe befindlichen Kunſt⸗und Natur⸗Wun-dern in Augenſchein zu nehmen. Worauf er denn ſeine Rei—ſe wieder nach Deutſchland antrat, und uͤber Luͤbeck, Hamburg,Caſſel und Frankfurt in ſeinem Vatterlande um Michaelis 1706eintraf. Nach ſeiner Ankunft wurde er in das Collegium Me-dicum aufgenommen. Im folgenden Jahre nahm er eine Reiſenach Weiſchland vor, gieng uͤber Augsburg und Venedig nachPadua, verfuͤgte ſich uͤber Ferrara, Bologna, Amona und Lo-retto nach Rom, und von dar uͤber Florenz, Parma, Milanound Verona wieder nach Deutſchland. Nach dieſer ſeinerHeimkunft verheyrathete er ſich 1708 mit Igfr. Marg. Bar-Sweyter Cheil. Jii bara,

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