Zencker. 427
—nis Nor. erhellet, ſo wie im Kmſc. gar leicht Weidenſis an ſtattWerdenſis hat geſchrieben werden koͤnnen. Er muß einen Sohngleiches Namens gehabt haben, der 1633 unter Jac. Bruno deca-dem priorem quaeſtionum de amicitia defendirt, und ſchon als Re-ctor zu Lauf 1635 unter Althofern die Dilp. VII ſpeculatoris Anticaluiniani vertheidiget, 1636 aber Pfarrer zu Odenſoos geworden iſt,wo er 1641 das Zeitliche verlies. Von ihm ſelbſt, unſerm al-ten Lemmermann, iſt noch anzumerken, daß er 1616 bey demColloquio mit den Altdorfiſchen Socinianern in Nuͤrnberg ge-weſen und nebſt andern protocollirt habe.
Siehe im uͤbrigen Ap. uit. phil. und Acta Schol. ten Bandp. 369.
Lencker(Johann) war eigentlich ein Goldſchmid, da-bey aber ein Liebhaber der Perſpectiv und guter Opticus, lebteim löten Saͤculo und erfand nicht nur nach Albrecht OuͤrersExempel ein nuͤtzliches optiſches Inſtrument, ſondern lies auchein kleines perſpectiviſches Werk ausgehen, darinnen er angab,wie ſich die lateiniſchen Verſat⸗Buchſtaben auch ſonſten einigeirregulaͤre Koͤrper in verſchiedener Stellung perſpectiviſch zeigen.Nachgehends hat er auf Anregen vieler fuͤrnehmer und kunſtlie-dender Perſonen, insbeſondere des beruͤhmten Pet. Ramus,der ihn 1570 mit noch einem guten Befoͤrderer der Optik, Frie-drich Reisnern, in Nuͤrnberg beſuchte und darum erſuchte, einweitlaͤuftigers perſpectiviſches Werk edirt. Er ſtarb den 2öſtenNov. 1587. Beſagte Werke kamen alſo herausperſpectiua literaria ete. Nuͤrnb. 1567. fol. wurde nach ſei-
nem Tod daſelbſt 1555 aufgelegt.
Perſpectiua, hierinnen aufs kuͤrite beſchrieben, mit Exempelneroͤffnet und an Tag gegeben wird, ein neuer beſonder kurzer,doch gerechter und hr leichter Weg ꝛc. Nuͤrnb. 1571 fol.0 1617 mit einer Einleitung, wie dieſes Werk recht zu verſte-
en, zu Ulm in fol. aufgelegt worden.Siehe Om. Doppelm. und Th. Sine. 4to, p. 297 fa ·
Jii 3 Len-