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Linc oder ip(Wentel) ein:eurer Nutten Gottegund rechtſchaffener Freund und Merarbeiter des feel. D. Lulbersin der Kirche Reformation, iſt um das Jabr 1487 zu Colditzin Meiſſen auf die Welt gekommen. Von feinen Eltern iſt nichtsbekannt worden; er aber widmete ſich bey Zerren dem Kloſter-Leben und begab ſich in den Auguſtiner-Orden des MeißniſchenKloſters Waltheim. Seine Ordens⸗Bruder, Staupitz, Langund Luther, ſo wie Spalatin, Amsdorf und mehrere wurdenſeine gute Freunde und nachmalige getreue Gehülfen in der Wie-derherſtellung der evangeliſchen Reinigkeit. Werl er insbeſon-dere fleiſig die. H. Schrifft ſtudierte, iſt er im 20ſten Jahre ſ. A. zuWittenberg nicht nur Gbr ſeiner Secte und des Wulen-bergiſchen Auguſtiner⸗Conventes Prior geworden, ſondern auchzu weiterer Ehr und Anſehen gekommen. Dann 1509 den9 Febr. wurde er unter Staupitzens Decanat Bacularius Biblicusadmiſſus ad lecturam biblicam, den 25. Oct. unter TrutfettersDecanat Sententiarius, admiſſus ad ſententias uel lecturamI. I et II Magiſtri Sententiarum, 1510 iſt er, nachdem er un-ollichen diſputirt hat und examinirt wurde, unter Peter Lupinsecanat admittirt worden ad formaturam ſ. lecturam L. IIIet lv.Sententiarum Lombardi, 1511 wurde er unter Pollichs Decanatder Theologie Licentiat und noch in dieſem Jahre derſelben Doctor.1012 iſt er Decanus geweſen, und haben verſchiedene unter ihmpromovirt, ſonderheitlich iſt merkwuͤrdig, daß unſer theurerLuther unter ſeinem Decanat Doctor geworden iſt, bey deſſen Pro-motion er auch nebſt Wiridimontano( allus geweſen iſt. Sin-folglich war er denn nun auch Profeſſor zu Wittenberg, und eshaben einige auch unter ſeinem Vorſiz pro Gradu diſputiret. VonWittenberg wurde er wegen ſeiner Beredſamkeit zuerſt nach Muͤn-chen, ſodann aber um 18 nach Nurnberg als Ordens Predi-er beruffen. Von Nuͤrnberg aus reiſte er mit D. Luthern nachAugsburg zum Cardinal Cajetano, und half das Cvangeliumtapfer verrheidigen. Zu Nuͤrnberg lehnte er Luthern eine Peunchs-Kutte, weil deſſen eigne ſo alt und ichlecht war, daß zeine gutenFreunde ſich ichaͤmeten, ihn alſo nach Augsburg gelen u lesen. Ergieng aber mit Luthern nach Augsburg in der Wurde eine Jro-vinci-