474 Lindner. Lindſtatt.
Lindner(Georg) ein Mann, der das Lob eines vortref-lichen Mathematici, Philologen, Poeten, JCti und Theologengehabt hat, und deſſen Vorfahren ſich um die Mitte des 16ten Saͤ-culi nach Nuͤrnberg begaben, woſelbſt ie ſich mit den vornehm-ſten Familien verſchwaͤgerten, war zu Nürnberg gebohren undhatte Cph. Lindnern zum Vatter und Sab. Rumlm zur Mutter.Er ſtudierte zu Altdorf und Jena, und hielte am letzten Irte 6juriſtiſche Diſputationen, die er 1570 Camerario und Pfnzingen,ſeinen Schwagern, ſo wie einigen andern dedicirt hat. Nachdieſem vermählte er ſich 1601 den 9ten Nov, zu Nürnberg mit
rl. Helena Poͤmerin von Diepoldsdorf, Hrn. Ge. Poͤmers,
flegers zu Velden und Hauseck, Tochter, die ihm 1608 wie-der verſtorben iſt, da er denn 1509 den 13ten Jun. zur zwey-ten Ehe ſchritte mit Frl. Maria, Hrn. Hier. Kolers, Loſung-ſchreibers, Tochter. 1602 wurde er Genannter des groͤſſernRaths zu Nuͤrnberg, lebte uͤbrigens ohne oͤffentliches Amt vonſeinen Renten, und iſt den 15ten May 1628(andere 1618) aufſeinem Gut zu Fach bey Nuͤrnberg geſtorben. In der Heils-bronniſchen Bibliothek(ſiehe deren Catal. a Hockero edit. in derVorrede und p. 207) befinden ſich viele geſufftete Bücher mit demeingeſchriebnen Namen dieſes Lindners, und insbeſondere vonihm ſelbſt, als dem Verfaſſer: NAliquot diſputationes iuridicae habitae Ienae 2 Ge. Lindnero,
Norico, An. 1591.
Lindſtatt(Johann Chriſtoph) ein Sohn M. Joh. Leonh.Lindſtatts, Rectors der Stadtichule zu Altdorf, iſt daſelbſt ge-bohren worden den 26ſten Febr. 1652. Anfänglich informirteihn ſein Vatter ſelbſt; und da er ſo ſehr zugenommen, daß erſeines gleichen in der Schule nicht gehabt hat, that man ihn1675 in die Lorenzer ⸗ Schule nach Nurnberg. 1581 den atenMay kam er ad lechiones publicas, und den z20ſten Aug. nahmihn ſein Vatter wieder nach Hauſe, lies ihn ſogleich unter dieStudenten einſchreiben und bey Roͤtenbecken, Omeiſen, Mol-lern, Sturmen, Königen und Wagenſeilen Collegia hören.1084 perorirte er oͤffentlich, und ferner diſputirte er Ene
Stur-