Band 
Zweyter Theil von H - M.
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478
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478 Lochner.

—ů ͤ ˖——ů—ů———Lochner(Jobann) der Medicin Doctor, wurde 15g alsStadt⸗Phyſicus in Nuͤrnberg angenommen, iſt aber 1510 ſchonwider geſtorben und auf dem Johannis⸗Kirchhof begraben wor-en.

Siehe Trechſels Joh. Kirchhof, p. 214.

Lochner(Zacharias) ein Arithmeticus und diebhaber derMathematik, war von Ingolſtadt gebürtig, lies ſich nach 1970in Nuͤrnberg nieder, und ſuchte allda ſeinen Unterhalt bey Infor-mirung der Jugend in der Rechenkunſt, worinnen er, ſo wieanderweitig, ſo geuͤbt war, daß er allerhand magiſche Quadra-te, ja ſelbſt die groͤſten, gar leicht und behend beſchreiben unddarſtellen konnte. Er ſtarb den 22ſten Jan. 1508, nachdem erherausgegeben hat: 5

Zwey Buͤchlein der gerechneten Schlacht-Ordnungen ꝛc.

1577. 4.

Probier ⸗Buͤchlein auf alle Metallen. Nuͤrub. 1564. 4.Augsb. 1565. 5

Tractatlein, darinnen etliche ſchoͤne Exempel aus der Geometriezu dem Feldmeſſen und andern ſehr nuͤtzlich und dienſtlich,durch die edle Regul Algebrac etc. Nürnb. 1683, 6 kleineTbeile in 4, welche von einem unbenannten Liebhaber derGeometrie hernach mit dem 7ten Theile vermehret worden.Siehe Doppelm. ö

Lochner(Friedrich) ein guter Poet und Regiſtrator der

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groͤſſern Kanzley⸗Regiſtratur in Nurnberg, iſt gebohren wordenden zoſten Jul. 1602 zu Oels in Schleſten, wo ſein Vatter beydem Herzog Carl dem Ilten Hofmaler auth Gerichts ⸗Schoͤpfegeweſen. Er wurde anfaͤnglich in ſeiner Vatterſtadt der ge-treuen Unterweiſung Joh. Kreppichens und deſſen Nachfolgers KKirſtens, anvertrauer/ nachgedends aber kam er in das beruͤhm-te Magdalenen⸗Gymnaſium nach Breslau, von dannen giener auf die Univerſitaͤt Leipzig und begab ſich von dar auch naAltdorf. 1628 gieng er wieder nach Haufe und wurde 1629zu Bernſtadt in die Kanzley beruffen: weil aber bald baracg deli-