488 Lochner.
——.—ßßri]é äſchaͤftiget und durch keine Arbeit zu ermuͤden war, ſo iſt auchſein Verſtand durchdringend, ſein Gedächrniß unerſchoͤpflich undſeine Gelehrſamkeit faſt unergruͤndlich geweſen, beſonders hatte erin der Hiſtorie und den Alterthuͤmern der Arznepkunſt wenge ſei-nes gleichen, und war dabey ein groſſer Liebhaber von auslandi-ſchen Simplicibus. In Nuͤrnberg hatte er vornemlich einen ver—traͤulichen Umgang mit dem nicht unberuͤhmten Erasm. Franciſciund dem ihm gleichen Polyhiſtor, D. Gottfr. Thomaſtus. Aberauch dieſer letzt bemeldte Freund und groſſe Arzt konnte unſernHrn. Lochner nicht vom Tode erretten, als welcher ihn zu allge-meinem Bedauern den 18ten Oct. 1720 nach einem kurzen Lageruͤbereilte. Vermaͤhlt hat ſich unſer ſeel. Hr. Doctor 1686 mitIgfr. Anna Maria, Hrn. Job- Vierzigmannes, mittelſten Toch-ter, mit welcher er zwar 6 Kinder erzeuget, von denſelben abernur eine einzige Tochter, Fr. Anna Maria, hinterlaſſen hat, dienunmehro uber 40 Jahre mit Hrn. D. und Hofr. Eph. LudwigGoͤckel(ſiehe unſern 1ten Theil) in der Ehe lebt. Won einemHoffnungs⸗vollen und gar fruͤhzeitig erbleichten Sohne, Joh.Heinrich, wollen wir unten etwas gedenken. Die Schriftenunſers groſſen Lochners betreffend, ſo bat er unablaßig an vielenbeſondern und nützuchen Materien gearbeitet, wovon jedoch nurdas wenigſte zum Druck kam, und einiges wol ganz verfert'get,anderes äber noch unvollkommen bey ſeinem Tod gefunden raul-de. Die wenigſten Arbeiten, die auch zum Druck kamen, hat ermit ſeinem Namen bemerket. und daher werden wir einige hiſori—ſche und volitiſche Schrifften, die er verfertiger hat, gar nicht an-zeigen koͤnnen; das aber, was wir wiſſen, iſt folgendes:
Memoria Fehriana. 1690.
u dem redlichen Nathanael ſeines Vatters ſchrieb er auf deſſenVerlangen die Zueignungsſchrifft an D. Jac. Hier. Lochner.1698. 8.,
Ma ννννEuw ſ. papauer ex omni antiquitate erutum, gem-mis, numis, ſtatuis et marmoribus aert inciſis illuſtratum.Norimb. 1713. 4.
Mungos, animalculum et radix. Not. 1725. 4.
Rario-