Band 
Zweyter Theil von H - M.
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Lochner.

—.——Lochner(Johann Carl) ein ITtus und Bruder des ro—rigen, iſt zu Fuͤrth nach 1657 gebohren worden. Er ſtudiertezu Jena und wurde daſelbſt nach einer unter Wildvogeln gehal—tenen Jnaugural-Diſp. de receptione ludaeorum der RechtenDoctor daſelbſt. Sodann gieng er auf Reiſen und kriegte da-durch Gelegenheit, zu einem Hrn. Grafen von Ranzau als Hof—meiſter zu kommen. Mit dieſem machte er eine Reiſe nach Kop-penhagen, von da aus aber mußte er mit einem andern Grafen,Hrn. von Chanclas, eben auch als Hofmeiſter nach Rom geben.Bey ſemer Zurückkunft ins Vatlerland wurde er 1707 in die Zahlder Herren Advocalen in Nuͤrnderg aufgenommen, und verhey—rathete ſich auch in dieſem Jahre mit Frauen Regina, Hrn. Hof-raths von Drechſel Witwe, einer gebohrnen Bilgerin, deren Vat-ter Herzoglich⸗Wuͤrtembergiſcher Leibmedicus und Hofrath gewe—ſen iſt. Er ſelbſt gieng bald von Nuͤrnberg wieder weg, erhieltezu Stuttgard den Character eines Hofraths und ſlarb endlich den17 ten Febr. 1752 als Wittwer zu Fuͤrth.Siehe Hirſch dipt. in uita patris.

Lochner(Moritz Hieronymus) ein Geiſtlicher, der beydenvorigen Bruder, iſt gleichfalls zu Fuͤrth, und zwar den ꝛten Apr.1680 gebohren worden. Nach gelegien ersten ründen ben ge-ſchickten Haus-Praͤceptoren ſowol, als auf den Grmnaſio zuBremen, wo er unter der Anfuͤhrung ſeinen Vettern, D. Jac.Hier. Lochner, 4 Jahre ſtudierte, und eine Abſchneds-Rede de un—ctione regia Caroli XII gehalten bat, gieng er mit dem Anfangedes Jahres 1599 nach Jena, wo er ſeine Studien bis ins fuͤnfteJahr gluͤcklich fortſetzte, und einige Proben ſeines Fleiſes zeigte.

r war gar nicht lunge von Unwerſnäten zu Hauſe, als er 1705Fruͤhprediger zu St. Margareth auf der Veſten in Nuͤrnbergwurde, wobey er auch eine Zeitlang Vicarius der Herren Predi-gere geweſen. Am Ende des Jahrs 1707 wurde er zum Pfarrerin Heroldsberg und 1718 zum Diaconus bey St. Sedald inNuͤrnberg ernennet, und iſt in dieſem Collegio bis zum Seuioratgekommen. 1525 iſt er wegen ſeiner Fertigkeit in der Dicht-kunſt, vornemlich der geiſtlichen, unter dem Namen Periandef der

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