508 Lôhner
Schwarz ein Programma de Burggrauiis Leisnicenſibus verfer—tigte. 1725 den öten May begab er ſich auf die beruͤhmte Uni—verſitaͤt Jena, woſelbſt er die Philoſophie und Matheſin beyHrn. M. Koͤhler wiederholte, in der bieliſchen Philelogle aberund der Hermenevtik ſich der Anweiſung Hrn. Adiunct Hof-manns bediente. In der Gottesgelahrtheir horte er Hrn. Prof.Budde, die Hiſtorle aber bey Hrn. Prof. Schmeizel, worn aufdie letzte noch das Kirchen-Recht bey Hrn. Prof. Bruͤckner kam,und ſodann der academiſche Lauf beſchloſſen wurde. Vorherothat er noch eine kleine Reiſe nach Halle, Leipzig und Witten-berg, und kehrte ſodann wiederum nach Hauſe, welches 1728 denz0ſten Oct. erfolgte. Er bezog ſein vorhin gehabtes Quartier,wurde ſogleich das Jahr darauf, nemlich 1729 den 2%ften Febr.zn den Cirkel der Candidaten aufgenommen, und wurde waͤhren—der Expectanz gar vielfaͤlfig von dem ſeel. Hrn. Prediger Moͤrl,in der oͤffentlicden Stadt⸗Bibliothek gebraucht, welches eine ſehrangenehme und nuͤtzliche Beſchaͤfftigung fuͤr ihn geweſen. Ineben dieſem Jahre den ten Dec. wurde er zur Pfarre Gruͤnd—lach beruffen. Nachdem er bis in das gte Jahr daſelbſt indem Weinberg des HErrn gearbeitet, wurde er 1738 den rienSept. nach Poppenreut beruffen, woſelbſten er Hrn. D. Zelt-ners Succeſſor worden. Noch iſt zu gedenken, dat er 1731den Ften Jul. wegen ſeiner gluͤcklichen Gabe in der Dichtkunſt indie Blumen-Geſelſchafft unter dem Namen Leucorinus aufge—nommen worden iſt. In der Ehe lebet er mit Fr. Maria He-lena, einer gebornen Feuerlin, welche ihm 9 Kinder zur Welt
eboren, welche alle und darunter ein einiger Sohn, NamensJoh. Chriſtorh Siegm. ſo lange der HErr will, am Leben ſich be-finden. Die aͤlteſte Tochter von ihm, Namens Anna Suſanna,iſt ſeit 1754 die Ehegattin Hrn. Wolfg. Friedr. Schmids, woohl-verordneten Pfarrers in Artelshofen und Alfalter. Er bot zu de-nen Eßkuchiſchen Erlauterungen der heil. Schrifft aus morgenlaͤn-diſchen Reiſe⸗Beſchreibungen Beytraͤge geliefert, die zwar vor-newlich ſeines Freundes, des ſeel. Hrn. Luſtt Arbeiten ſind, wel-che er aber ſo viel moglich in Ordnung gebracht, auch dann undwann einige Anmerkungen hinzugethan, dergleichen wenn Hr.
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