532 Manenbuch.
Noriberga diſcedere, et eius conditionem uacuam fore: porro.hic ſuo lacco uiuit in magna inopia. Si poſſet ſurrogari Ma -genbuchio, ualde ſibi conſultum putaret, et ad medendum ſicuidetur idoneus, ut recte praeferti etiam Magenbuchio poſſit.Hieraus erhellet, daß Volland dieſe ganze Stelle falſch verſtan-den habe: denn 1) heißt der Wittenberger, der nach Nuͤrnbergwollte, nicht Myropola, ſondern Baſilius, und mag ein Gewuͤrz-kramer oder etwann ein Apothecker geweſen ſeyn. 2) Heißt esnicht, daß Magenbuch wirklich weggegangen waͤre, noch viel-weniger laͤſſet ſich beweiſen, daß Baſtlius nach Nuͤrnberg ge—kommen, insbeſondere da man nirgends ſeiner gedacht findet.) Iſt ausdruͤcklich von medendo und nicht von docendo dieRede. Daß aber Magenbuch einige Reiſen von Nuͤrnberg ausgethan habe, glauben wir gerne. In Verpoortenii analectis ete.106 ſchreibt Joh. Draconites aus Regensburg 1541 anenz. Linken nach Nuͤrnberg, und laͤßt in feinem und Magen-buchs Namen verſchiedene Nuͤrnbergiſche Freunde gruͤſſen: esmuß alſo wol Magenbuch damals in Regensburg geweſen ſeyn.Doch laͤßt ihn in eben dieſem Jahr Melanchthon wegen einerKrankheit durch V. Dietrichen conſuliren, recommendiret einenKranken an ihn, ſo wie auch 1537 dergleichen Perſon durchbeſagten Dietrich an ihn empfohlen worden iſt.(Tom. Lugd.. 455. 485. Tom. IV. Saubert. p. 28.) Er war ein guterFreund es Eob. Heſſus und Joach. Camerarius: der erſte hatin ſeinen lyluis L. VI. zwey kleine Gedichte ad eximium edi—cum, D. Jo. Magebucchum, und der letzte hat ſein Buch detheriacis et mithridateis remediis ad Jo. Migebuchium, Iled.Nor. im Jahre 1534 uͤberſchrieben. Vinc. Obſopaͤus, der auchin Nuͤrnberg geweſen iſt,(ſiehe unten) giebt unſerm Ma zenbuchin der Dedication ſeiner annotationum in epigrammatum librosIV, das Zeugniß, daß er vortrefliche Gedichte mache, und denDank, daß er ihn zweymal vom Tod errettet habe. DieSchrifften aber, die Ad. Fr. Keſtn. und das GL. dem Mega-bucchus zuſchreiben, werden nun nach unſerer Meynung dieſenMagenbuch nichts angehen.
Maier.