Marſtaller. 585
————— f———Wittenberg und faſt eben ſo lang in Wetzlar und Frankfurth.am Mayn, um ſich die aufſer Sachſen uͤbliche deutſche Rechteund inſonderheit das Verfahren der hochſten Reichs Gerichte ge-nauer bekannt zu machen. 1743 kam er wieder nach Leipzig,ſtund das gewoͤhnliche Examen bey der Juriſten⸗Facultaͤt aus,las curſorie über L. 2. C. de LL. et Conſtit. Princ. und wurdeden zten May zum Doctor beyder. Rechten ernennet. 1744wurde ihm eine Supernumerar-Ratheſtelle in dem Koͤnigl.Pohln. und Churſaͤchſ. Appellations⸗Gerichte zu Dresden con-feriret, in welchem oberſten Dicaſterio der Churſaͤchſiſchen Landeer nunmehr ſeit 1749 als ordentlicher Rath dienet. In Leipzighat er folgende zwo Diſputationen ſelbſt ausgearbeitet und ge-halten:
Pe acquiſitione dominii originaria in ſtatu naturae. 1741. 4.Diſp. inaug. de moneta, cuius falſa ĩmitatio ordinaria poena uin-dicatur. 1743. 4.Sein Leben ſteht bereits in Cph. Weidlichs Geſchichten derjetzt lebenden Rechts⸗Gelehrten, aten Theil, 1749/ p. 18.
Warſtaller(Michael) ein ITtus, gebohren zu Nuͤrn-berg im Jahr 1486, wurde der Rechten Doctor und 1514 dererſte in ein ordentliches Collegium aufgenommene Advocat zuNurnberg. 1517 gelangte er zur Conſelenten Stele bey derRepublik und iſt den 16ten Jul. 1533 in derſelben verſtorben.
Marſtaller(Leonhart) ein Theologe, war gebohren zuNürnberg im Jahte 1488. Sein Vatter gleickes Namens zeugteihn mit Urſula, Heinr. Voitens von Wendelſtein, Tochter, undwaren dieſe ſeine Eltern vornehme Leute in Nuͤrnberg. Er reiß-te Studierens wegen in fremde Lander und hat insbeſondere zuParis die Sorbonne lang frequentirt. Zu Wien hat er die hoͤch-ſſe Wuͤrde in der Theologie erlangt. Von dar kam er als or-dentlicher Lector oder Profeſſor der Theologie nach Ingolſtadt,wann aber, iſt ſo genau nicht zu beſtimmen; ſo viei weis man,daß er ſchon 1520 der Academie Rector geweſen, welches Amt erhernach noch fünfmal verwaltet har. Auſſer dieſem war er 1155
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