Martini. 787
——.——Syndicus beruffen und gieng den 7ten Febr. 1637 dahinab. Da er den 27ſten Febr. wieder nach Nuͤrnberg reißte undſeine Frau abholte, fiel er, vermuthlich im Heimweg, unter 6 Ha-nauiſche Soldaten, die ihn moͤrderiſch verwundeten, daß er nach7 Tagen zu Car aufge wohin man ihn brachte, den 1pten Jul.1637 feinen Geiſt aufgeben mußte. Mit ſeiner Frauen zeugte erein Kind, welches nach ſeinem Tod gebohren worden iſt. Erſchrieb, ohne Zweifel inauguraliter, eine Diſp. de diuitiia.Siehe K. und Fr.
Martini(Johann Chriſtoph) der Welt⸗Weioheit Magi-ſter, erblickte das Licht dieſer Welt den raten Oct. 17 32 zu Nuͤrn-berg, woſelbſt ſein Hr. Vatter, M. Joh. Auguſt, vierter Collegein dem Egidiſchen Gymnaſio geweſen, welcher den zten Sept.1702 diefes Zeitliche verlaſſen hat. Nachdem er den Grund derWiſſenſchaften und Sprachen bey ſeinem Vatter geleget hatte,proftirte er von den ubrigen geſchickten Lehrern des erſtbeſagtenGymnaſti, bis er 1747 die beruͤhmten Profeſſoren im oͤffentlichenAuditorio zu beſuchen anfieng. 1748 910 20. nach Goͤttingen,hoͤrte Koͤhlern, Gesnern, Hollmannen und Waͤhnern, und wur-de gleich in ſeinem erſten academiſchen Jahre in das philologiſcheSeminarium daſelbſt aufgenommen. Vornemlich aber kam ihmder Aufenthalt in des beruͤhmten Hrn. Conſiſtorial⸗Raths, D.Feuerleins, Hauſe und deſſen unvergleichlicher Buͤcher⸗Schatz,nebſt dem haͤufigen Umgange und den Vorleſungen dieſes groſſenMannes, ſo wie Mosheims, Riebobs, Kortholts und HeumannsCollegia ſo wohl zu ſtatten, daß er 1750 unter Hrn. D. Heumanneine Diſſ. de locis quibusdam N. T. obſcuritate inſignibus verthei-digen konnte. Ehe er Goͤttingen verlies, 17 er in Geſellſchafftetlicher Landesleute die Bergwerke zu Klausthal, Goslar, undſchon vorher Wuͤrtburg, Frankfurt am Mayvn, Gieſſen, Mar-burg und Kaſſel. 17 51 begab er ſich uͤber Crfurt und Jena nachAltdorf, wo er die Lehrſtunden Adelbulners, Nagels, Dietelmairs,Baiers und Bernholde frequentirte. 173 erhielte er ganz alleineam academiſcben Feſte die Magiſter⸗Wüuͤrde, nachdem er ſich hiezudurch eine von ihm ſelbſt verfertigte und unter Hrn. Prof. Joh.
zweyter Cpeil. Ifff Goͤttfr.