Band 
Zweyter Theil von H - M.
Seite
613
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Merianin. 813

florben ſeye, ſo wollen wir dafuͤr gedruckte Zeugniſſe ſeines Fler

ſes und Dichter-Witzes aus dem Charitius anfuͤpren:

Allegoria picturae Georgii, ſignificantis principem pium et ſalu-tarem, carmine deſcripta. Witt. 1551. 4.

Plegia de excubiis angelicis, ſcripta ad iam. Jo. 2 Werden, e-quitem auratum. Burgsrabium et conſulem incl. urbis Geden.Wiitt. 1891. 4.

Elcgia act ed dem, in qua,. prae: nifſa eius laude, ipſi quouis modi ſtudia ſuàa commendat. Witt. 1551. 4.

Elegia de conſpectis ia coelo imaginibus non procul a Brunsuiga,a. 1553. 4.

Dies Leben iſt alleine aus den Briefen Melanchthons genom-men, und iſt zu erinnern, dat gleich im Anfange des Tomi Lugd.Epp. Viel. ein Brief an unſern Menius vorkommt. Uebrigens ge-denket ſeiner auch Vollandus in merit. Melanch. in rem lit. Nor.

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Merianin(Maria Sybilla) eine groſſe Kuͤnſtlerin, iſtin die Welt getretten zu Frankfurt am M. den l2ten Apr.1647. Bey Ja. Morellen, den ſie nach dem Tod ihres Vatters,Matthaͤus Merian des altern(ſiehe das Gl.) zum Stieſpatter beka-me, legte ſie einen guten Grund im Zeichnen und Dalen, undgelangte ſodann in der Miniatur, abſonderlich im Blumen⸗Ma-len zu einer groſſen Vollkommenheit. 1665 verheyrathete ſie ſichzu Frankfurt an einen Nurnbergiſchen Maler, Joh. Arr. Era-fen, mit dem ſie 1670 in ſein Vatterland gezogen, 1684 abermit ihm wieder nach Frankfurt gegangen und ihn bald daraufallda verlaſſen hat. Das 61. meldet, es hätte dieſer ihr Mannſchaͤndlichen Lebens willen landfluͤchtig werden muͤſſen: unſerHr. Doppelmayr aber, der ihn beſſer muß gekannt haben, er-zaͤhit die Sache anders. Sie nemlich verlies ibn, und begabſich mit zwo Toͤchtern nach Weſtfriesland in die datumal flo-rirende Labbadiſtiſche Geſellſchafft, woraus ſie ihr Mann vergeb-lich zu ziehen ſich demuͤhte, und ſich deswegen wieder nach Nuͤrn-derg verfügte, woſelbſt er als ein gar wackerer Mann 1701 ver-ſtorben iſt. Sie aber fuhrte, ob ſie wol verlchiedene Kinder

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