Merklemm. Merklin. 619
lte ein Mitglied der kaiſerl. Academie der Naturforſcher undwurde auch von dem Reichs⸗befreyten Kloſter Ebrach zum Me-dicus erwaͤhlet. 1704 wurde er Genannter des groͤſſern Rathesin Nuͤrnderg; in ſeinem Collegio aber gelangte er zum Senio-rat und Decanat. Bev ſeiner weilläuſeigen Praxi und vielenVerrichtungen ſtudierte er doch uner muͤdet; wie er denn ſeinesHrn. Vatters herausgegebene Werke, ſonderlich das Buch, deferiptis medicis, um ein groſſes vermehret, auch etliche medici-niſche Beobachtungen den kphemeridibus Acad. Nat. Cur. hateinverleiben laſſen. Vermaͤhlt hat er ſich dreymal 1) 1700 denlzten Jul. mit Igfr. Mar. Chriſtina Mairin. 2) 1724 denIten Maß mit Igfr. Clara Juliana Finklerin. 3) 1726 denalſten May mit Igfr. Hel. Kath. Gwandſchneiderin, die er alsWittwe hinterlies, indem er den 28ſten Sept. 1720 geſtordeniſt. Von der ꝛten Gemahlin iſt eine einzige Tochter übrig, Fr.Clara Juliana, geb. 1725 den zten Merz, welche ſich zuerſt anHrn. Neutenant, Rupr. Max. Gelhafen von Schoͤllenbach nachdeſſen Tod aber mit Hrn. Lieutenant, Adam Gottlieb von Schoͤpepach/ vermaͤhlte.
Merklein(Johann Ehriſtoph) ein Medicus und Bruderdes vorigen, ſahe das Tageslicht am erſten zu Nuͤrnberg 1684.Auch dieſer wurde in Altdorf Doctor, und zwar 1709 mit derobne Beyſtand vertheidigten Diſp. de ſecretionum anomaliis ſa-lutaribus; 17 10 aber wurde er gleichfalls in das Mediciner⸗Col-legium zu Nuͤrnberg recipiret. Er kam nach Wien und iſt da-ſelbſt geſtorben.
Merklin(Septimus Andreas) ein JTtus, der beydenvorigen Bruder, war geboßren zu Nürnberg den zc0ſſen Oet.1691. Er erwarb ſich in Schulen und au Univerſitaͤten einevorzuͤgliche Gelehrſamkeit und Rechtes ⸗Wiſſenſchafft, erhielteauch endlich 1728 mit groſſem Ruhm zu Altdorf die Litentiaten-Wuͤrde, nachdem er eine ſchoͤne Diſp. de plagio militari ohneBeyſtand zu Katheder gebracht hat. 1730 wurde er Doctorund begab ſich in das Advocaten ⸗Collegium zu Nuͤruberg/ und
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