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11 Tennhart.
——5ð1r g....Herausgeben ſeiner vermeyntlich dictirten Eingebungen fort, undes war hohe Zeit, daß er ſich den 3 Nov. 17 10 von Nuͤrnbergwegmachte, welches ſeiner Phantaſey nach auch eine auf Goͤtt-lichen Befehl geſchehene Verlaſſung und Verlauͤgnung ſeiner Guͤ-ter und Kinder geweſen iſt. Nachdem nun ſeine ausgeſtreuteSphrifften im Roͤm. Reiche viel Aufſehens machten; wurde inganz Frankenland um ſeine Perſon auf Leib und Leben ausgeſchrie-den und man predigte und ſchrieb oͤffentlich wider ihn. Dan-noch kam er 1714 den 3 Nov. freywillig(auf goͤttl. Befehl) wie-der nach Nuͤrnberg, wurde darauf zum andernmale gefangengeſetzt und weil er ſeine Irrthuͤmer widerrief den 12 Febr. 1715wieder losgelaſſen, ohngeachtet er ſolche Widerrufung hernachlauͤgnete und ſeine Traͤume nicht ganz fahren lies. 1717 hat erum die Erlaſſung ſeines Buͤrgerrechtes in Nuͤrnberg gebuͤhrendangehalten, hat ſolche auch erhalten und iſt, wie Eisler ſchreibt,noch darzu mit einem ehrl. und ſchoͤnen ſchrifftl. Abſchied und Zeug-niß ſeines Wohlverhaltens im Frieden dimittiret worden. Vondar gieng er nach Frankfurt am Mayn, allwo er meiſtens bis“in das dritte Jahr in der Stille ſich aufgehakten hatte. Als er im17 20ſten Jahre nach Sachſen zu ſeiner noch lebenden Mutter,und von dar weiter ins Brandenburgiſche, nach Niederſachſen,Hamburg, Bremen und ſ. f. reifete und ſeinen Ruͤckweg wiederuͤber Braunſchweig, Wolfenbuͤttel und Helmſtaͤdt nach Frank-furt nehmen wollte, iſt er durch ſeine ſtrenge Lebensart und zu Fußverrichtete weite Reiſen erkranket und zu Caſſel den 12 Sept. be-ſagten Jahres geſtorben. In der Stille, doch ehrlich und nachdaſigem buͤrgerlichen Gebrauche, iſt er auf dem Kirchhofe vorder alten Neuſtadt begraben worden. Tobias Eisler, deſſen Le-ben wir in deu Theile beſchrieben haben, war Tennharts ver-nauter Freund und eifriger Nachfolger, und lies nicht nur Tenn-harten zu Caſſel ein Epitaphium aufrichten, ſondern ſchrieb ihmauch, nebſt mehrern Apologien, ein Ehren⸗ und Liebes ⸗Denkmahl,woraus wir gegenwärtige Nachrichten meiſtens gezogen haben,indem Tennharts eigne Erzählung ſeines Lebens feiner Träume undGefichter, die wir zwar nachlaſen, fo weitlaͤuftig, einfaltig undabgeſchmackt iſt, daß aus derſelben ein Auszug nicht ohne Eckelzu machen waͤre. Seine Schrifften ſind: GoOtt