Band 
Vierter Theil von T - Z.
Seite
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2 Thomaſius.

——————denken ,) ihrem Geſchlechte und den Muſen Ehre macht. Indem Neueſten aus der anmuthigen Gelehrſamkeit hat der Hr. Prof.Gottſched neulich in dem letzten Stuͤcke von 1777 eine Probe ihrerDichtkunſt abdrucken laſſen. Sie hat nemlich die von Sr. Mai.dem Koͤnige in Preuſſen dem Hn. Gottſched zum Ueberſetzen vor-gelegte Strophe aus dem Rouſſeau dreymal mit einer gewiſſen Ge-nauigkeit ins Deutſche uͤberſetzet, die der Herr Gottſched ſeinerUeberſetzung ſelbſt nicht zuſchreibt. Von der Munzwiſſenſchafftunſers ſel. Thomaſius muͤſſen wir noch ein paar Anmerkungen ma-chen. Der groſſe Job ce von Leibnitz, der alles auf Thomaſiushielte, ſchreibt an Job. Fabricium alſo: beto, ut ampliſſ. uiro:,Codlefr. Thomaſio, gratias agas, quod ueterem beneuolentiammihi conſeruarit. Pauei nunc in Germania in ueteris rei numa-riae cognitione, ut coeteram doctrinam taceam, ad eius lau-des accedunt. Eo magis ipſi otium optem, ut ſelectas obſer-uationes, quas varii generis praeclaras eum habere ſcio, in pub-licum uſum patriaeque decus conferre poſſit.(S. Leibnitiiepp. ad diuerſos, cura Kortholti, P. I. p. 160.) Von dieſenſchoͤnen Thomaſiuſiſchen Anmerkungen nun, deren Leibnitz hiergedenket, ſcheint ein numismatiſches Werk gedruckt zu ſeyn;wie auch ein Nürnbergiſcher Gelehrter verſichert und Rink oͤftersdavon geſprochen hat. Das ietzige herrliche Gothaiſche Munz-kabinet hat auch ſeine allerrerſte Einrichtung von unſerm Thoma-ſius bekommen, da ihn nemlich der letztere Fürſt von Arnſtadt ſowol hierzu, als ſeiner ſchwaͤchl. Leibesbeſchaffenheit wegen, zu ſichberuffen; und ais es nach dieſes Fuͤrſten bald erfolgtem Abſterbennach Gotha gekommen, wurde es von unſerm Hochſel. aus ſeinereignen koſtbarn Sammlung alter Muͤnzen noch mit vielen ſeltnenStücken vermehret, wie in der gedruckten Beſchreibung dieſesFüͤriil. Kabinets geruͤhmet wird. Dieſe Wiſſenſchafft alleine zogihm ſchon einen ſehr weitlaͤuftigen Brieſwechſel zu. Alles wasandere nicht erklaͤren konnten, wurde ihm zugeſandt. Und ebenſo gieng es mit unleſerl. MSdCten und raren? uͤchern, von de-nen niemand beſſer, als Thomaſius, Rechenſchafft geben konnte.Eine groſſe Menge der ſchoͤnſten Erfindungen zierlicher MedaillenHer ſind der Welt zwar nach dem Gepräge, doch ohne Nate