Band 
Vierter Theil von T - Z.
Seite
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50 Treſenrentet.

Theile der Theologie horte er bey Hn. D. Bernholden und Hn.D. Zeltnern, bey welchem letztern er ſich auch auf die morgen-kandiſchen Sprachen, iuͤdiſche Alterthuͤmer legte und die Rabbi-nen las. Ein mit ſeltnen Gaben verknuͤpfter Fleiß erwarb ihm garbald Lob und Achtung, beſonders da er auch ſeine Geſchicklichkeitauf dem Katheder zeigte. Er diſputirte nemlich unter Hn. D.Feuerlein uͤber particulam ſynopſeos metaphyſices Ariſtotelis, undunter Hn. Prof. Muͤller uͤber lemmata quaedam de uegetabilibuset de mari unter deſſen Beyſtand er auch eine ſelbſt verfertigteStreitſchrifft de inae quali claritate lucis diurnae in terra et plane-tis verfochte, ſo wie noch unter Hn. D. Bernhold uber einen par-tem libri Schameliani de formulis caute loquendi ſtritte. Er ver-diente alſo vor andern den Magiſterhut, der ihm 1730 aufgeſetzetwurde, nachdem er abermal unter dem Hn. P. Muͤller de ſcien-tiae cometicae fatis et progreſſu inauguraliter diſputiret hatte,von welcher von ihm ſelbſt ausgearbeiteten Materie er hernach denandern Theil als Praͤſes auf dem obern Katheder vorlegte. Nochin dieſem 17 3oſten Jahre begab er ſich nach Leipzig, wo er vellendsin der Mathematik, rabbiniſchen Gelehrſamkeit, Kirchengeſchichteuud Theologie abſolvirte und der beruͤhmten Manner, Hauſſen,Kaus; Ezard, Beyer, Friedrich, Weiß, Deyling undlauſing, Lehre, Freundſchafft und Gewogenheit genoß. Auchtrat er zu Leipzig in das Collegium philobiblicum und die Socie-tatem O. NνẽcthUßrα, in welchen er ſich mannichfaͤltig zuüben ſchoͤne Gelegenheit hatte. Gegen 2 Jahre brachte er alſo inLeipzig zu und machte ſodann eine Reiſe durch einen guten TheilDeutſchlandes, beſonders Ober⸗ und Nieder⸗Sachſen, ſahe dieUniverſitaͤten, vornemſten Orte und Bibliotheken/ und kam mitelehrtem Wucher gluͤcklich wieder in dernen an. Kaum wazolches geſchehen, als er 1733 iu der wichtigen Stelle eines Koͤnigl.Schwediſchen Geſandtſchaffts⸗ Predigers nach Wien erfordertwurde wo er nicht nur unter zweyen fuͤrtrefl. Geſandten, Freyhl.ven Craſſow und Grafen von Teſſin, 4 Jahre mit beſonderm Bey-ſall ſtunde, ſondern auch von Evangeliſchen Fuͤrſten und andernvornehmen Perſonen, die ſich damals zu Wien aufhielten, begie-nig gehoͤret uno zu heil, Handlungen gebraucht wurdt. Et lauer