54 Treſenreuter.Altdorfiſchen akademiſchen Bibliothek verfertiget. Um ſeinen Hn.Bruder und die an den Hn. Serpilius verheirathete Fr. Schwe-ſter zu beſuchen, hat er inzwiſchen auch eine Reiſe nach Wien undPresburg gemacht. Uebrigens giengen die Abſichten ſeiner Oberndahin, daß er ſich dem Univerſitaͤts⸗Leben voͤllig widmen ſoll-te; da er hingegen mehr Luſt bezeigte, GoOtt uͤn ſeiner Kirchezu dienen. Es geſchahe aber, daß er 1738 nach Coburg aufdas Caſimiriſche Gymnaſium beruffen wurde, um dem, ſeinesGeſichtes beraubten Director, Doct. Joh. Conr. Schwartzen,an die Seite geſetzet zu werden. Er bekam alſo die Stelle desDirector⸗Adiunctes, Paͤdagogiarchens und Profeſſors der Be-redſamkeit und Philoſophie, und verwaltete alle dieſe Aemter,obwol unter allerhand Beſchwerlichkeiten und Verdruß, mitausnehmenden Verdienſten, indem er ein fuͤrtrefflicher Theologe,Philoſophe, Philologe, Sprachenkenner, Redner und Poetgeweſen. 1739 verheirathete er ſich mit Pod Anna Katharina,Hn. Joh. Cſti. Glaſers, gemeinſchaͤfftl. Defenſions⸗Haubt-manns in Coburg, Tochter, mit der er einen Sohn und eineTochter zeugte. Noch vor dem Tode D. Schwarzens, dem eradiungiret war, ſtarb er zu allgemeinem Bedauern und groſſemVerluſt der Seinigen und der gelehrten Welt den 31 Merz 1744,nachdem er noch nicht 34 Jahre alt war. Unter andern hatte erwenige Jahre vor ſeinem Tode eine Gelegenheit nach Londenals evangeliſcher Prediger zu gehen, die er aber nicht angenom-men hat. Wegen ſeiner Lehre von einem mittlern Zuſtande derSeelen nach dem Tode, nach welcher er hehaubtete, daß dieVerſtorbenen vor dem zukunftigen allgemeinen Gerichte wederGott von Angeſicht zu Angeſicht ſchauen, noch bereits die Hoͤl-lenqual empfinden, ſondern nur einſtweilen theils mit der aller-gewiſſeſten Hoffnung der Seligkeit/ theils mit der Furcht derHoͤllenſiraffen unterhalten wuͤrden, kriegte er Streit, und es wur-de verſchiedenes wider ihn geſchrieben, ſo er in einer weitlauͤf-tigen Ausführung dieſes ſeines Lehrgebaͤndes beantworten wollte,durch den Tod aber verhindert worden iſt. Seinen ungemeinenFleis kan man ſchluͤßlich aus der Menge ſeiner Schrifften er-kennen, die Hr. Joh. Paul Roͤder in Memoria Trelenre emei
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Vierter Theil von T - Z.
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