Treu. E
——.———lich waren, auch ſeine Kenntniß der einheimiſchen Gewaͤchſe durchUeberſchickung vieler auslaͤndiſchen vermehrten. Er ſtarb in ei-nem rubigen Alter den 28 Jul. 1717. Er gab mit einer aus-führl. Einleitung Hn. D. Joh. Ge. Volkamers, des altern,und beygefuͤgten Approbation des Würtembergiſchen Leibarztes,Hn. Job. Ge. Gmelins, heraus:
Entſchuldigung der unſchuldig beſchuldigten Ceres zu Lauf,vermittelſt eines kurzen, iedoch warhafften Berichts von desLaufer Biers Bereitung, unſchaͤdlicher Eigenſchafſt, guter Krafftund Wuͤrkung und der Geſundheit wohl gedeylichen Brauch ꝛt.Stuttgard, 1580.4.
Treu(Chriſtoph Jacob) ein vornehmer, groſſer und weit-beruͤhmter Medicus, des vorigen Sohn, iſt in dem Nuͤrnbergi-ſchen Staͤdlein Lauf den 26 Apr. 1795 gluͤcklich gebohren. VonJem auf lies er eine beſondere Begierde zur Aufſuchung und
enntniß der Kraͤuter blicken; ſein Vatter, der ſelbſt ein guterBotanicus war, naͤhrte dieſen Trieb, und fuͤhrte ihn des wegen inGaͤrten und Fe ſo wie er ihn auch zur Pharmacevtik anwies.Damit er mehr, als ein gemeiner Apotheker wuͤrde, lies man ihnin den Humanioren unterrichten; und wegen ſeines treflichen Ge-ſchickes entſchloß man ſich endlich, ihn ſtudieren zu laſſen und ihn1711 auf die benachbarte Univerſitaͤt Altdorf zu ſenden. Hierlernte er bey Schwarzen, Koͤhlern und Müllern die Vorberei-tungs ⸗Wiſſenſchafften und gieng ſodann gluͤcklich zur Arznev-kunſt uͤber, die er in allen Theilen bey den beruͤhmten Männern,denn Mor. Hofmann, Joh. Jac. Baier und Lor. Heiſter horte.
r uͤbte ſich hierdey im Diſputiren, vertheidigte 1714 unter demnoch lebenden Hn. D. Jantke eine diſp. de ſudoribus nocturnisund bewarb ſich 1715 um die Licentiaten ⸗Wuͤrde in der Mediein,die er, nach vorher ohne Beyſtand ruͤhmlich verfochtenenen Inaug.Diſp. ſo wie 17 16 vollends den verdienten Doctorhut erhielte.Er begab ſich inzwiſchen nach Hauſe und fieng an zu practiciren,war auch nicht unglücklich hierinnen. Alleine ſeinem Triebe nach
und einem vorgeſezten groͤſſern Endzwecke gemaͤß wollte er lieberJ 3 reiſen,