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— ſ————u½—:¼:—-——u———Recht mit Eifer trieb. Von Strasburg gieng er nach Jena underhielte daſelbſt den 21 Jan. 1597 ohne ſein Geſuch den Poeten-kranz, den ihm Nikol. Reuſner aufſetzte. Dieſe Ehre verdienteer in der That, weil er einer der vorzuͤglichen und fertigen Poetenſeiner Zeit und einer der beſten tragiſchen Schrifftſteler war, denſelbſt der tadelſuͤchtige Caſp. Sciopius fur den beſten und in denWerken der Alten ſtattlich beleſenen Dichter gelten lies und we-gen einiger verbeſſerten Stellen des Properz zu Rathe zog. Nachdieſem begab er ſich nach Boͤhmen nnd wurde Hoſmeiſter einesiungen Herrn von Smirziz, deſſen gelehrtem Hn. Vatter, Siegm.von Smirziz, er auch dabev an die Hand gieng. Zwey Jahreſtunde er hier und ſuchte ſodann in Nuͤrnberg ſein Gluͤck zu machen,welches auch geſchahe, indem er 1605 im Jenner zum Profeſſorder Beredſamkeit und Geſchichte zu Altdorf beſtellet wurde. Die-ſem Amte ſtunde er auf das allerruͤßmlichſte vor indem ſein gan-zes Weſen, die Seele ſo wol als der Leib, zur Beredſamkeit ge-macht war, und er die Gruͤndlichkeit, Deutlichkeit und An-nehmlichkeit auf das beſte zu verbinden wußte. Die Geſchichtemachte er gleichfals angenehm und praktiſch und nahm allezeit ſeineZuhoͤrer ſowol, als die Leſer ſeiner Schrifften ein. Weil er nie-mals die Magiſterwuͤrde annahm, fuͤhrte er auch das Decanatſeiner Facultaͤt nicht; aber das Rectorat, oder vielmehr das Pro-rectorat, verwaltete er 1619, da der Burggraf und Freyherrpon Dhona Rector der Akademie war. 1624 kriegte er das Lehr-amt der Politik, und trat dafuͤr die Profeſſion der Eloquenz ab.Am meiſten wird in dem Character dieſes wackern Mannes ſeineFrömmigkeit und Liebe zu GOttes Wort geruͤßmet. So gar anſeinem Hochzeittage entries er ſich den unſchuldigen Froͤlichkeitenund wurde, da man ihn ſuchte, im Gebeth und Vibelleſen an-getroffen. Er nahm auch ein ſehr erbauliches, ſo wie gelehrtesEnde, als er den 28 Oct. 1637 das Zeitliche mit dem Ewigen ver-wechſelte. Schade war es, daß der gute Mann ſo ſchlechte undgeringe haͤusliche Umſtaͤnde hatte. Doch erleichterten ihm ſelbigeoͤffters die Herren Curatores der Akademie, auch mit Vermeh-rung ſeines Gehaltes; und Hr. Joh. von Blansdorf verebrte ihmeinſt 10 Gulden. In den Zeiten des unglücklichen Zoiahrigen
Vierter Tbeil, N Krieges