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———worden. Sein Vatter„ Johann, war ein beruͤhmter Medi-cus, und anfaͤnglich zu Ingolſtadt, zuletzt aber zu Tuͤbin-gen Proſeſſor. Seine Mutter war Sibylla Henzin, aus Noͤrd-lingen. Unſer Hieronymus ſtudierte in Italien, und als er vondannen zuruͤck kam, wurde er zu Tuͤbingen den 10 Jan. 1582zum Doctor der Arzneykunſt gemacht. Sein Gluck fuchte er zuNuͤrnberg, als woſelbſt ſein Vatter gar wohl bekannt war, in-dem er allda bey Sebald Heyden in die Schule gegangen, undbey dem Nuͤrnbergiſchen Arzte, D. Heinr. Wolfen, die medicint-ſche Praxin eine Weile getrieben hat. Dieſes D. Wolfens Toch-ter, Roſina, heirathete Viſcher, und wurde den 8 Oct. 1582an ſeines 1581 verſtorbenen Schwiegervatters Stelle zum ordent-lichen Arzt und Phyſicus in Nuͤrnberg angenommen. 1387 wur-de er Genannter des groͤſern Ratbes. Nachdem ſeine Frau 1591geſtorben, muß er noch eine andere genommen haben, mit derer den gleich folgenden Sohn gezeuget hat. Er iſt aber ſelber balddarauf, da er noch bey guten Jahren und kaum 40 alt war, den 18Aug. 1596 den Weg des Fleiſches gegangen. Er ſchrieb zwoEpiſtolas medicas, die Joh. Hornung ſeiner Ciſtae medicae ein-verleibet. Auſſer dieſen hat er ſeines Vatters im MScCte hinter-laſſene Enarrationem breuem in aphoriſmos Hippocratis zu Tuͤ-bingen 1591 in 4 herausgegeben.
Man ſchlage nach: Ad. in uita patris, Io. Viſcheri. Fr.Merckl. Keſtn.
Viſcher(Hieronymus) auch ein Medicus des vorigenSohn,, iſt zu Nuͤrnberg im Jahre 1593 gebohren worden. Erſtudierte zuerſt zu Altdorf, wo er ſchon 1605 den 24 Jan. einge-ſchrieben wurde und 1608 unter Caſp. Hofmannen uber theſes demedicina diſputiret hat. Zu Baſel erzielte er 1619 die Doctor-wuͤrde in der Arzneywiſſenſchafft mit einer de peripneumonia ver-theidigten Inaug. Diſputation. In eben dieſem 1619ten Jahrewurde er den 1 Sept. als ordentlicher Phyſicus zu Nuͤrnberg be-ſtelet. Er ſoll 163 1, aber nicht zu Nuͤrnberg, geſtorben ſeyn.
Vitzthum