Band 
Vierter Theil von T - Z.
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Volkamer. 123

——der Volkamern erſt nach Fehrens Tod das Praͤſidi um hat uͤberneh-men laſſen. Dieſer Akademie Beſtes nun lies er ſich aͤuſſerſt an-gelegen ſeyn, und hat ſie, auch nicht ohne viele Koſten, in einenſolchen Stand und Flor gebracht,, als ſie vorhin nie geweſen iſt.Indem nun des Kaiſers Maieſtaͤt hiedurch und durch anderwei-dige Verdienſte Volkamers bewogen worden, ihn mit einer koſt-bahren güldnen Kette urrd dero Vildniß zu beehren; und zu-gleich in die Ebren und Wuͤrden Dero Leibarztes, Rathes, Hof-und Pfalzgrafens und des H. R. Reichs Edlen zu erheben, ſo be-muͤhete er ſich ſo lange bis er es dahin brachte, daß ſolche Wuͤr-de bey dem Vorſteher und Directoren der Akademie und den Nach-folgern in beyderlev Aemrern verbleiben mochte: ſo wie er auchder Geſellſchafft das praͤchtige Siegel und ein beſonders beſtaͤndi-ges Buchdrucker Privilegium ausgewirket hat. Er ſtunde abernicht alleine bey dem Kaiſer in hoͤchſten Gnaden; ſondern warauch bey vielen Fuͤrſten des Reiches, welche zu bedienen er iaͤhr-lich eine Reiſe in das Car lsbad zu thun beruffen wurde, und an-dern hohen Standes perſonen wegen ſeiner Gelehrſamkeit und ſtatt-lichen Kuren beliebt/ welches ihm dieſelben durch vielfältige undreiche Geſchenke bezeuget haben. Bey ſeinen vielen Geſchafftenlies er die alte Liebe zur Mathematic nicht fahren; ſondern ſchaff-te ſich mit Verfertigung ſchoͤner optiſcher Glaͤſer und allerhandkuͤnſtl. Sonnenuhren zum oͤffteſten eine Ergoͤtzung. Durch dzeſeletztere Beſchaͤfftigung fande er mit andern die genauere und rich-tige Abweichung der Magnetnadel und legte uͤbrigens ſchon 1682den Grund zu der bekannten Greyliſchen Feuermaſch ine, bey wel-cher durch den Dampf des Waſſers des Feuers Gewalt getilgetwird. Wie er uͤberhaubt ein von auch das fene clack und ge-ſegneter Mann war; alſo hatte er auch das ſeltne Gluͤck, in die30 Jahre in ſeinem Collegio, in welchem er ſomit Senior prima-rius wurde, und in der Ehe zu leben. Er ſtarb alſo mit unver-gaͤnglichem Ruhm den 17 May 1693. Seine getreue Gemablin,Fr. Barbara, von deren fleiſigen und geſchickten Haͤnden nochſehr viele Kunſt⸗ und Meiſterſtuͤcke ber der Familie aufbehaltenwerden, und welche ihm gleich dem Tag nach ſeiner Beerdigungim Sterben folgte, hat er ſich aus dem nun erloſchenen vom K.

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