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128 Volkamer.——————und wurde von dem ſehr beruͤhmten D. Patin williaſt in die Koſtgenommen. In dem Patiniſchen Hauſe wurde ihm ſo wol vondem Vatter, als ſeinen beyden gelehrten Toͤcbtern, gar liebreichbegegnet. Der Vatter hatte die Abſicht, unſerm Pn. Volka-mer ſeine aͤltere Tochter, Carola Katharina, zu vermaͤhlen, als dieihm auch noch nach Nurnberg gar verbindlich und nett lateiniſchzugeſchrieben und etwas von ibren gelehrten Werken uͤberſchi-cket hat. Er lies ſich aber niematen im Ernſte mit dieſemFrauenzimmer ein, ohngeachtet ihm ſolches ſein Hr. Vatternicht verwehret haͤtte, als der ſo viel Hochachtung fuͤr diebeyden Patiniſchen Toͤchter, Carola Katharina und Gabrielle
Charlotte, hatte, daß er ſie in Kupfer ſtechen lies, lat. Verſe
zu ihrem Lobe verfertigte und auch andere Gelehrte aufmunterte,ſie mit Lobgedichten zu beehren. Indem inzwiſchen unſer Hr. Li-centiat manchmal von Padua aus nach Venedig gefahren und all-da des gelehrten Umgangs des Hn. D. Boͤhms genoſſen, wen-dete er ſich endlich uͤber Ferrara und Bologna nach Rom, weiternach Ancona, Loretto, wieder nach Rom, von dar nach Neapel,uͤberſtieg den Veſuy und kam zum drittenmal nach Rom. Als erdie Ruckreiſe in ſein Vatterland antreten ſollte, ſtuͤrzte er beyViterbo vom Pferde und brach das Bein, da er ſich denn wie-der nach Rom mußte zuruͤck bringen und heilen laſſen, ſo auchinnerhalb 9 Wochen durch den vornehmſten paͤpſtl. Wundarzt ſogluͤcklich geſchahe, daß er ſeine vorhabende Reiſe wirklich anſtel-len konnte. Ein Hr. Graf Neuß von Plauen gieng mit ihmuͤber Florenz,(wo er genaue Bekanntſchafft mit dem beruͤhmtenMagliabecchi erhielte, die hernach durch Briefe fortgeſetzet wurde,Piſaß, Lucca, Livorno, Genua, durch das Maylandiſche uͤberVerona, Vicenz, Padua, nach Venedig. Als er ſich hier noch-mahlen umgeſehen, gieng er zum letztenmale nach Padua, vondannen uͤber das Tiroler ⸗Gebuͤrge, und ſo fort gar nach Hauſe.Eben aber, da er ſich 1686 wegen des Beinbruchs zu Rom aufhiel-te, wurde er abweſend in Altdorf zum Doctor ausgeruffen. InNuͤrnberg brachte er dem Winter uͤber ſeine Collectanea und Cu-rioſa in Ordnung, machte ſich die weitlauͤftige Praxin ſeines On.Vatters zu Nutzen„und begab ſich ſodann mit dem Anfange fen
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