Band 
Vierter Theil von T - Z.
Seite
133
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Vo lkart. 133

zeigte und in einer angeſtellten Prufung ſowol als in Predigen garwohl beſtunde, wurde er bereits 1585 zum Diaconus an der Kirchezu Altdorf und Profeſſor der Katechetik, oder wie man heutzutageredet, der dogmatiſchen Theologie, bey der Univerſitaͤt daſelbſtberuffen. Er nahm auch deswegen im folgenden Jahre die Magi-ſterwuͤrde an, die ihm Matth. Bergus ertheilte/ und hat von die-ſer Zeit an mit groͤßtem Fleiſe, ungemeiner Beredſamkeit und be-ſonderer Liebe ſeiner Zuhoͤrer auf beyden Kathedern gedienet. Manwuͤrde an ihm nichts auszuſetzen gehabt haben, wenn er nicht als eingrober Philippiſte und heimlicher Calviniſte waͤre erfunden worden.Man weis zwar nicht, von wem er in ſeinen Irrthuͤmern moͤge un-terrichtet und bekraͤfftiget worden ſeyn; auſſer daß er den Theod.Beda beſonders geliebet, gelobet und fleiſig geleſen habe: ſo wie manauch, ſo lange ſein Schwiegervater, der dekannte Moritz Heling(. unſern 2 Theil) lebte, keine genaue Unterſuchung ſeines Lehrge-baͤudes anſtelte. Nach deſſen 1595 erfolgtem Tode aber, geſchaheſo wol dieſes als auch, daß Volkart ſich immer mehr aufdeckte undverdaͤchtig machte. Vornemlich hat ſein Streit mit dem 1598 hie-her nach Alidorf beruffenen gelehrten D. Schopper, in welchem Vol-kart ſeinen Collegen, Jordan, auf ſeine Seite gezogen, viele Weit-laͤuftigkeit, obrigkeitliche Unterhandlungen und feyerliche Religi-ons⸗Geſpraͤche nach ſich gezogen. Man leſe nach, was wit in un-ſerm 3 Theil p. 568(q. unter dem Namen Schopper geſchriebenhaben. edle haben ſich doch r 599 Schopper und Volkart uͤ-ber gewiſſe Redensarten, deren ſie ſich zur Vermeidung fernen Strei-tes bedienen wollten, verglichen und es ſchiene wenigſtens ein duſ-ſerlicher Friede hergeſtellet zu ſeyn. Indem aber Volkart zu demdurch Siegels Tod erledigten und von 1598 bis 16085 leer geſtande-nen Paſtorate in Altdorf keine Hoffnung hatte, dankte er ab undnahm den Ruff nach Amberg in der Obern Pfalz an, woſelbſt er1604 Paſtor an der Martins⸗Kirche wurde. Hier konnte er ſchoneiwas freyer, gls im Nuͤrnbergiſchen, lehren und ſchreiben; welcheser ſich auch zu Nutz achte und alſobald wider Schoppern in oͤffentl.Schrifften Gifft und Galle ausſchuͤttete, auch, daß er in der Lehrevom H. Abendmal die Calviniſche, ia wol Zwingliſche Meynunghaͤtte/ offenbahr darlegte. Er hat in Amberg auch Streitigkeiten

— S 2 gehabt