Band 
Vierter Theil von T - Z.
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144 Wagenſeil.

ches er auch der Zeit und dem Alter nach haͤtte ſeyn koͤnnen: wirwiſſen aber dermalen nichts gewiſſes zu beſtimmen. Rothſch.

Wagenſeil(Johann Chriſtoph) ein durch ganz Europaberuͤhmter Polyhiſtor, groſſer JTtus und unvergleichlicherOnientaliſte, iſt zu Nuͤrnbergs Ehre den 26 Nov. 1633 alldaglücklich auf die Welt gekommen. Sein Vatter, Ge. Chriſtoph,war ein beruͤhmter Handelsmann, und die Mutter, Frau Sa-bina, eine Tochter Caſp. Nuͤrnbergers. Kaum war er dreyviertel Jahre alt, als er die weite Reiſe nach Stockholm in Schwe-den machen mußte, woſelbſt ſich ſeine Eltern 1634 haͤuslich nie-derlieſen. Hier legte er unter Anfuͤhrung eines PommeriſchenStudioſi, Jac. Bretſprechers, die Gruͤnde der lat. und griechi-ſchen Sprache, reiſte auch mit demſelben 1645 in deſſen Vatter-land, und iſt erſilich nach Gryphswald, ferner nach Roſtock ge-kommen. Weil ſich aber 1547 ſeine Eltern wieder nach Nuͤrn-berg erhoben/ hat er ſich bey ihnen in Luͤbeck eingefunden und iſtmit ihnen in ſeine Geburtsſtadt gereiſet, woſelbſt er in dem Egid.Gymnaſio unter treuer Anweifung des damaligen Rectors, Joh.Riedners, ſein Studjeren ſortſetzte. 1649 betrat er die Altdor-925 Hoheſchule zum erſtenmal und wurde nach Verflieſſung eines

ahres unter die Alumnen daſelbſt aufgenommen. Ruprecht,ackſpan, Lud well und Koͤnig waren die vornehmſten und wuͤr-digſten Lehrer dieſes ſo groß gewordenen Mannes. Bey s Jah-ren hat er zu Altdorf dem Studieren mit ſolchem Ruhm obgele-gen, daß er 1654 von dem Hn. Grafen Ehrenreich von Abensbergund Traun zum Hofmeiſter ſeiner beyden Soͤhne, Otto Ehrnreichund Ernſt Julius, beruffen wurde. Dieſe Stelle verwaltete ermit Fleiß und Ehren, und es ſind ihm auch deswegen 1657 nochferner zween iunge Herren, Rud. Wilh. von Stubenberg undGraf Aug. von Harteck, anvertrauet worden. 1659 ſtarb der altevorerwaͤhnte Hr. Graf von Traun, und Wagenſeil durfte derReligion wegen nicht laͤnger in Oeſterreich bleiben, und hat ſich alſomit dem iungen Hn. Grafen von Harteck auf die Univerſitaͤt Heidel-berg und von dar nach Strasburg begeben. Indem ihm aber Hr.Graf Eenſt von Traun, des obigen Bruder, angetragen mit ſeinemEn. Sohne, Ferd, Ernſt, in fremde Lander zu reiſen, hat er Geeelee