Band 
Vierter Theil von T - Z.
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166 Wagner.

gelland. Von dieſen Reiſen gieng er nach Koͤnigsberg in Preuſſenund eroͤffnete auf daſiger Univerſitaͤt iuriſtiſche Collegia. Hieraufwurde er um 1700 in der Preußiſchen Stadt und Veſtung Memelals Koͤnigl. Secretaͤr und ordentlicher Advocat des Hofgerichtesallda befoͤrdert, verheirathete ſich auch mit Fr. Anna Eliſabeth,Hn. Sandens, vornehmen Handelsmannes in Koͤnigsberg,Wittwe, welche aus der in Preuſſen beruͤhmten und adelichenZezkiſchen Familie entſproſſen war. Er zeugte verſchiedene Kindermit ihr, von welchen ihn ganz gewiß ein Sohn uͤberlebet hat,der bey ſeines Vatters Tod als Secretaͤr zu Berlin ſtunde undauch eine Tochter, Helena Sibylla, welche an den Hn. M. Joh.Carl Boͤheim(ſiehe den 1 Theil) verheirathet war. Er ſiarbaber zu gedachtem Memeln im Jahre 1731. Wir wiſſen nicht,daß auſſer einem Trauergedichte auf ſeinen ſel. Vatter etwas vonihm gedruckt ſey.

Wagner(Sebald) ein Medicus, der Arzneykunſt Doc-tor, wird von 1475 bis 15 10 als ordentlicher Phyſicus zu Nurn-berg angetroffen.

Wagner(Daniel) ein Schulmann und Poet, iſt zuWineheim in Franken gebohren worden, woſelbſt ſein Vatter,M. Ge. Wagner, lange Zeit wohlverdienter Stadtprediger war.Daniel ſtudierte zu Altdorf, wohin er 1590 gieng und 6 Jahreeine Stelle auf dem Alumneo hatte, wurde daſelbſt der Welt-weisheit Bacularius und diſputirte dreymal unter Phil. Scherben,1) 1593 de ſymptomatibus. 2) de eſſentia. 3) 159, de cate-goriis Ariſtotelis. Herr D. Zeltner nennet ihn auch Magiſter:allein er iſt es wol nicht, zu Altdorf gar nicht, geworden und hat ſichauch niemals ſo geſchrieben; vielmehr finden wir auf einem Paarſeiner Schrifften, daß er ſich Philoſophiae et Medicinae amato-rem geheiſen habe, und ſich alſo auch wol einigermaſſen der Arz-neykunſt moͤchte befliſſen haben. In allen hat er 11 Jahre zuAltdorf zugebracht und dann mit eimgen Baronen und Edelleutentine Reiſe durch Oeſterreich, Steyermark, Kaͤrnthen und Un-garn 5 Jahre lang gethan, worauf ihm 2 iunge Herren Ame,

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