Waldner. ö 161
Hn. Joh. Cph. Vetters, Prof. bey der Ritter⸗Akademie zu Er-
langen, Rectors des Seminarit und Schloß predigers daſelbſt/
Wittwe. Aus der erſten Ehe bemerken wir einen Sohn, Hn.
Deb. Georg, der neuerlich zu Altdorf und Erlangen ſtudieret hat.er Herr Pfarrer hat herausgegeben:—
Predigt von der Unſterblichkeit der menſchlichen Seele, aus Pred.3/ 18-21/ am erſten Oſtertage vorgetragen ꝛc. 1 754. 4.
Siehe Hitſch. dipt.
Waldner(Wolfgang) war in den katholiſchen Zeiten einDominicaner⸗Moͤnch, und zwar, wie Herr D. Zeltner vermu-thet/ zu Nuͤrnberg, nahm aber hernach die evangeliſche Religionan und wurde(Serpilius ſagt, 1548) Pfarrer in der StadtSteyer in Oeſterrelch. Als er aber daſelbſt um der evangel. Lehrewillen vertrieben wurde, kam er nach Nürnberg und kriegte diePredigerſtelle in dem Dominicaner⸗ oder Prediger ⸗Kloſter da-ſelbſt. Andr. Oſtander nennte ihn den Nuͤrnbergiſchen Uhu.ſtritte nemlich, ſchrieb und predigte wider Oſtandern auf das hef-tigſte und biſſigſte. Auch hetzte er Joach. Moͤrlin und Matth.Vogeln hinter einander. Dieſer letzte hielte 1556 zu Nuͤrnberg-als er hiedurch nach Ingolſtadt reiſte/ eine Privat Unterredung mitihm und Mich. Beslern,(ſiehe oben P. 112.) die ihm auch nebſtzween andern Nürndergiſchen Bürgern das Geleite faſt auf dreyMeilen gaben. Als Vogel wieder zuruͤck nach Nuͤrnberg kam,und Waldnernnoch einmal zuſprach, fand er ihn bitter und boͤs.Er gab ihm auch uͤberhaubt das Zeugniß daß er nicht einmal ei-nen lateiniſchen Brief grammatiſch recht hatte ſchreiben koͤnnen.Da er nun inzwiſchen ſein grobes und heftiges Predigen nicht ein-ſtellte, auch ſich in die adiaphoriſtiſchen Streitigkeiten mengte,wurde er noch 1556 abgeſchaffet. Er kam ſodann ins Miniſteri-um nach Regensburg, und zwar an Mart. Schallings(ſiehe den3 Theil) Stelle, welches alſo 1258 machte geſchehen ſeyn.“ Aberauch hier hat er ſich wie Hr. B. Zeltner ſagt; weitlich herum-getummeit/ bis er endlich den 1 J 1583 in hohem Alter alen
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