Band 
Vierter Theil von T - Z.
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179
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Weber. 179

Swo chriſtliche Leichpredigten„auf Hn. Alex. Pecken, von Nuͤrn-berg, bey dem L. Hallveriſchen Regimente Capitan ,, und deſ-ſen Schweſter, Igſr. Suſanna Peckin. Beyde gehalten imJahre 1634 zu Neuenmark. 4.

Weber(Michael) ein wackerer Geiſtlicher, iſt vonBauerskleuten erzeuget und zu Laubenzeddel bey Gunzenhauſenden 29 Sept. 1993 gebohren. Anfangs unterrichtete ihn derPfarrer des Ortes, Veit Keller; hernach gieng er nach Gunzen-bauſen in die Schule. 1607 kam er in die Sebalder⸗Schulenach Nuͤrnberg, nach zwey Jahren aber nach Altbrandenburg inder alten Mark, wo er die Neuſtaͤdter⸗Schule unter dem Re-ttor, M. Cph. Barth, bey nahe ein Jahr beſuchte. 1610 be-gab er ſich nach Stendal und frequentirte unter dem Rector, M.Levin Dippe, in daſiger Schule auch faſt ein Jahr, wandte ſichendlich 1611 wieder nach Nuͤrnberg, wo er abermal in der Sebal-der Schule bey dem Rector, M. Joh. Zunner, drey Jahre ſaß.1614 gieng er mit guten Empfehlungen an D. Hutter und Meif-ner verſehen nach Wittenberg, bekam daſelbſt eine Famulaturund Stelle in der Cantorey, war aber die meiſte Zeit krank da-ſelbſt, weswegen er ſich 1617 wieder nach Nuͤrnberg aufmachte,woſeldſt er an einem Kaufmann einen Wohlthaͤter fande, der ihmſo lange Information und Unterhalt gab, bis er nach Altdorfgehen und ſeine Studien daſelbſt fortſetzen konnte. Hier fande er gu-te Gelegenheit, ſich fortzubringen, beſonders da ihn der Hr. Pflegerals ſeinen Informator ins Haus nahm. Er tieb dabey die Phitoſo-phie und Theologie ſehr fleiſig, reſpondirte 1619 unter Ge. Ritternin deſſen Collegio Catechetico uber praeceptum IV decalogi undhielte bald darauf auch unter Dr. Cſti. Matthi in deſſen CollegioAnti- Photiniano priore die diſp. IX de attributis diuinis ad extra.Auch uͤbte er ſich beſtaͤndig in Predigen, wozu er feine Gabenhatte. 1620 wurde er allda Magiſter und 1623 bekam er denRuff zu dem Diaconat in Louf, 1527 einen neuen um Diaconatim neuen Spital zu Nürnberg, 132 aber den dritten zum Diaco-nat nach St. Sebald„ wo er 1622 ſeines Kapitels Schafferwurde. Nachdem er gegen 45 Jahre als ein treuer Prieſter gedie-

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