Weber. 187
ä—̃̃k—— 8—ü————uy—-—————=—tinae memorabilibus, welche nachgehends in 4 im Druck er-
ſchienen iſt. Im Jahr 191 wurde er Magiſter, nachdem er
zuvor unter Roͤtendecken de moderatione imaginationis in inqui-renda ueritate pro gradu diſputiret hat. 1692 gieng er nach Jenaund hoͤrte Baiern„Bechmannen„ Velthemen und Danzen.Er that einige Reiſen, beſonders nach Halle, die Einweyhungder Univerſität zu beſehen, wurde aber auf denſelben zu Hamburgefaͤhrlich krank. Nach erlangter Geſundheit kam er wieder inuͤrnderg an und wurde 1695 in den Cirkel der daſigen Candida-ten des Predigtamtes aufgenommen. 1698 erhielte er das Diaco-nat zu Kirchenſittendach, nebſt der Pfarre ju Oberkrummbach/ undblieb daſelbſt, bis er 1722 nach Nuͤrnberg als Diaconus in dieMarien⸗Kirche kam/ woer im folgenden Jahre zugleich Predigerbey St. Claren wurde. Er blieb ledig, war immerzu krank undhatte offte die heftigſten Gliederſchmerzen, von welchen er endlich1740 den 9 Dec. durch einen ſel. Tod befreyet wurde. Auſſer derobigen Rede iſt noch von ihm gedruckt:
Parentation bey der Leiche Hn. Jac. Gottfr. Tetzels zu Kirchen-ue 7c. ſteht an der Leichpredigt On. Eon. Gräfens.1720. fol.
Siehe Hirſch. min. iub.
weber(Nicolaus) ein gelehrter Philologe iſt den
20 Dec. 1699 zu Nurnberg gebohren worden. Sein Vatter,Christoph, war ein Rothgieſer und Waagmacher. Er beſuchtezuerſt die Schule zu St. Jacob, hernach die zu St. Lorenzen,und hatte die wackern Maͤnner, Geiger und Winterberger, zuLehrern. 1715 hoͤrte er die oͤffentlichen Vorleſungen der Profeſſorenim Egid. Auditorio, Moͤrls, Eſchenbachs, Sonntags undDoppelmaprs. 1717 gieng er nach Altdorf. Schwarz, Koͤh-ler, Feuerlein und der Inſpector Colmar fuͤhrten ihn in der Phi-loſophie und Philologie glücklich an. Unter Schwarzens Aufſichthielte er nicht nur eine ſaͤbſt ausgearbeitete Rede, ſondern diſpu-tirte auch unter demſelben gedruckt de doctrinae antiquariae ca-pitibus quibusdam, und geſchrieben ex lure Naturae. 1720Bb 2 verlies