Weigel. 1793
ein Mann, der der Welt unvergleichlich viel Schoͤnes geliefertund deſſen Stärke, beſonders in Kleinigkeiten zu ſtechen, bewun-dernswuͤrdig iſt/ ſo daß Hr. Groͤll in ſeinem Sendſchr. von denBemuͤhungen der Nuͤrnbergiſchen Kuͤnſtler dieſes Jahrhund. p. 19gar wohl geſagt hat: man wird lange herum ſuchen muͤſſen, bisman ſeines gleichen findet. Unſer Weigel aber ſtarb den 5 Febr.1725 und hinterlies einen Sohn, Joh: Tph. Weigel, einen auchberuͤhmten Kupferſtecher und Kunſthaͤndler. Eine Tochter hat eran den geſchickten Maler und Kupferſtecher, Vg Kenkel,, ver-beirathet, von welchem eben obbeſagter Hr. Tyrof wieder eineTochter zur Ehe nahm. Er bemühete ſich vor allen gluͤcklich,ſehr groſſe Platten in ſchwarzer Kunſt auszufertigen und dadurchviele ſchoͤne Portraͤte und andere Stucke zu liefern. Von den neu-ern Nuͤrnbergiſchen Schreibkuͤnſtlern, Mich. Bauernfeind undAdolph Zunnern, lies er eine zierliche Schreibkunſt in verſchiede-nen Arten der Schrifften in Kupfer geſtochen an das Licht kommen.Uebrigens ſind ſeine Kunſtwerke folgende:Die merkwͤͤrdigſten Geſchichte des A. und N. T. in 251 Kupfer-bildniſſen. Reg. fol. nBiblia ectypa von 840 Kupfern. In fol. 4 und 8.Bibliſche Augen ⸗ und Seelenluſt in 200 Blaͤttern. In 12.Kleine Bibel in 85 Kupfern. In langl. 8. NDie H. Schrifft in 162 kleinen Kupfern, der Jugend zu nuͤtzl.Erbauung vorgebildet. In 16. NKern aller Sonn ⸗ und Feſttaͤgl. Evangelien in 150 Kupfern.
In 12. aFuͤnf und zwanzig Betrachtungen kurz erklaͤrter Bibelſpruͤchenebſt 25 emblematiſchen Vorſtelungen. In 8.n. Paſſion des groſſen Leidens J. C. mit 37 Abbildungen.n 12.Das beiden Chriſti mit 366 Bildern. In 8.Das ſchmerihaffte deiden unſers Heilandes in 100 Kupfern. Ju
laͤngl. 8.Ag g. Betrachtungen des Leidens J. C. mit 30 Kupfern.n 8.Cc 2 ö Gedaͤcht-