Band 
Vierter Theil von T - Z.
Seite
198
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1198 Weinmann.

—.—ñññʒ̃́ ʒ(—ↄ§—)ſchen und einem metaphyſiſchen, praͤſidiret. Seines Vatterstoͤdlicher Hintritt brachte ihn nach Haus, und von dannen kam ermit einem Untergebnen 1623 nach Altdorf. Er gewann hier dieLiebe der Philoſophen, Queckens, Schwenters und Kobens,die ihm auch erlaubten, Privat⸗Vorleſungen anzuſtellen. 1624recommendirte ihn der ganze akademiſche Senat zum erledigten In-ſpectorat, welches er auch ohne VBittſchrifft ſogleich erlanget und4 Jahre mit veſen und Diſputiren wohl verſehen hat. 1628 wur-de er an Corn. Marci Stelle zur theologiſchen Profeſſion und demDiaconate an der Kirche in Altdorf befoͤrdert. Man muß es ihmlaſſen, daß er beyde Katheder gezieret und als ein reiner und eifri-ger Theologe den Normalbuͤchern und der unveraͤnderten Augſp.Confeſſion angehangen habe. Beſonders hat er ſich in ſeinen Pre-digten kein Blat für den Mund genommen. Er rief getroſt undſchonte nicht. Sein Fehler war, daß er hartnaͤckig, zaͤnkiſchund bey ſeinen Streitigkeiten in Ausdrucken zu hart und plumbgeweſen iſt. Er miſchte ſich nemlich in die Streitigkeiten derChurſächſiſchen und Helmſtädtiſchen Theologen, welche letztereer(rudi dicterio, ſagt Hr. Dr. Zeltner) nur die Schelmſtaͤdternennte, und fieng beſonders in der Streitigkeit von der Nothwen-digkeit der guten Werke an, wider den Conr. Horneius zu ſchrei-ben. Ob nun wol durch einen wiederholten oberherrlichen Be-febl, den E. H. Magiſtrat zu Nuͤrnderg an alle ſeine Profeſſoren,Kirchen und Schuldiener, ſich nicht mehr in dieſe theologiſcheStreitigkeiten einzumengen, ergehen lies, auch Weinmann ge-muͤſſiget wurde, in oͤffentlichen Schrifften zu ſckhweigen; ſo wares ihm doch nicht moͤglich, gaͤnzlich zu ruhen. Er gab ſeine Colle-gen; Fabricius, Duͤrren und Hackſpan, die aus der Helmſtäd-ter Schule kamen, bey den Strasburgiſchen Theologen in Brie-fen als Syncretiſten an. Was er dem rechtſchaffenen Luc. Friedr.Reinharten, der auch ſein College und zu Helmſtaͤdt gelehret war,für einen Streich wegen eines Katechismus⸗Buͤchleins gemacht,ſiehe mit mehrern in unſers Commercii Epiſt. Nor. Part. I. in in-dice et paſſim. Auch mit Joh. Wolfg. Textor(ſiehe oben) hatteer Streit, in welchem er aber wol, was die Haubrſache betrifft,am wenigſten Unrecht gehabt hat. Noch 1671 muß er, leereiner