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mit der erſten evangeliſch⸗lutheriſchen Katechismus. aberdeht ein,und fieng hiemit an, nicht nur alle Mitwochen eine Kinderlehre da-ſelbſt zu halten, ſondern uͤbernahm auch die erſten Sonntags⸗Veſ-perpredigten allda, ſo, daß er nun alle Sonntage zwo Predigtengehabt, eine vormittag bey St. Walpurg, und eine nachmittagin der Karthauſen, die er unter groſſem Zulauf des Volkes wohlverrichtete. 1518 wurde er Diaconus bey St. Sebald und gabhiemit die Fruͤhpredigten auf der Veſten auf, behielte aber dieKarthaͤuſer⸗ Predigten. 1532 wurde er Schaffer des Sebalder-Kapitels und ſtarb den 13 Nov. 1632. Verheirathet hat er(chmit Eliſabeth, Joh. Oſterndoͤrfers von Hersbruck Tochter. EinSohn, M. Paul, deſſen Leben wir erzaͤhlen werden, ſtarb alsPfarrer bey St. Leonhart; und einen Johann Willen, vonHersbruck gebuͤrtig, der ſich 1630 den 19 Aug. zu Altdorf unterdie akademiſchen Buͤrger einſchreiben laſſen, halten wir auch ganzſicher fuͤr ſeinen Sohn, der aber in der Jugend moͤchte verſtorbenſeyn. So iſt auch auſſer Zweifel Johann Jacob Will, immatri-culirt zu Altdorf den 16 Jun. 1634 und von Nuͤrnberg gebuͤrtig/ſein Sohn, von dem wir aber weiter nichts wiſſen. Der ſel.Schaffer lies drucken:
Leichpredigt, Hn. Carl Tetzel auf Kirchenſittenbach und Vorra,des innern und Kriegs⸗Raths zu Nuͤrnberg, zu Vorra gehal-ten. Nuͤrnb 1611. 4.
Siehe Hirſch. dipt. und Hirſchens Nuͤrnb. Katechismus ⸗Hi-ſtorie p. 35 q.
Will(Joachim) ein gelehrter und rechtſchaffener Theo-loge, iſt im Fahre 1609 zu Schwarzenbach im Vogtlande aufdie Welt gebohren worden. Sein Vatter, Paul, des vorigenBruder, war ein angeſehner Mann und Vorſteher des Berg-werkes daſelbſt; die Mutter hies Frau Eliſadeth. Weil er Fäͤhig-keiten und Luſt zum Studieren hatte, ſchickten ihn ſeine Eltern1020 nach Nuͤrnberg, wo er fuͤnf Jahre lang in der Schule beySt. Sebald frequentiret und unter andern Leonh. Lemmerman-nen zum Lehrmeiſter gehabt hat. Von dar iſt er wegen eldruͤbm-