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oh. Mich. Langen, uͤber anderthalb Jabre am Tiſche und imHauſe war, auch von dieſem grundgelehrten Manne in allenTheilen der Theologie, ſo wie in den meiſten orientaliſchen Spra-chen, auf das erwuͤnſchteſte profitirte. 1714 kam er wieder nachNuͤrnberg und wurde ſogleich in den Cirkel der Candidaten außge—nommen. 171 kriegte er die Mittagpredigerſtelle bey dem H.Kreutz, die er mit groſſem Beyfall verwaltete. Es gieng zwarauch noch hier ſeine Abſicht dahin, wieder auf Univerſitaͤten zu ge-hen und der Welt als ein akademiſcher Lehrer zu dienen; weswegener auch verſchiedene philologiſche und philoſophiſche Collegia, dieer eroͤffnen wollte, bereits entworfen und mit ſeiner ſehr feinenHand fleiſig zuſammen geſchrievben hat. Er iſt auch wirklich zweymalbey dem erledigten Inſpectorate des Alumnei zu Altdorf in Betrach-tung gezogen worden. Allein Gott verlangte ihn zum Dienſtſeiner Kirche, zu welchem er auch 1721, als Stadtvicarius zuNuͤrnberg, ordiniret und eingeweyhetworden iſt. 1723 wurde erdem kranken Paſtor zu Veitsbrunn und Obermichelbach adiungi-ret und nach deſſen Tod noch in dieſem Jahre zum wirklichen P far-rer in beyden Parochien beſtellet. Bey Gelegenheit einer Lehrartvom falſchen und wahren Chriſtenthume, die er ſeiner Gemeinevortrug/ lies er 4 geiſtreiche und erbauliche Lieder vom falſchen undwahren Chriſtenthume, welche nicht in allen Geſangbuͤchern zufinden waren, 1728 in laͤngl. 12 drucken. Nicht leicht war einGeiſtlicher bey ſeiner Gemeine ſo beliebt, als unſer Herr M. Willbey ſeinen Pfarrkindern war: weswegen auch der Abſchied ſehrbetruͤbt geweſen, den er 1734 nahm, als er ohne ſein Verlangenund wider alles Denken zuͤm Diaconat an der Kirche zum H.Geiſt in Nuͤrnberg beruffen wurde, welche Veraͤnderung auchſeinen Tod verurſachte. Man beförderte ibn zwar 1732 zumDiaconat nach St. Lorenzen; allein er war in dieſem neuenAmte nicht laͤnger als 5 Monate geſund, lag ſodann bey dritthatbJahren auf dem haͤrteſten und elendeſten, Krankenbette, von wel-chem ihn ein ſeliger Tod den 3 Nov. 1740 erloͤſete. Er iſt einwahrhaffter Gelehrter, exemplariſcher Theologe, guter Predigerund feiner Dichter geweſen, und ſein Andenken iſt unvergeß lich.In den Eheſtand begab er ſich 1724 mit Igfr. Anna Helena, n.Joh.